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Vor einem Jahr hat Schöngeisings Bürgermeister Thomas Totzauer die Planung an Ort und Stelle erklärt: Wo jetzt noch lichter Wald steht, bekommen die Pendler 40 weitere Parkplätze. Weil das auch für Landsberieder wichtig ist, gibt Schöngeisings Nachbargemeinde 210.000 Euro dazu.

Haushalt für 2016 aufgestellt

Geparkte Projekte werden angeschoben

Landsberied - Im Haushalt sind heuer die kostenintensiven Projekte eingeplant, die vergangenes Jahr verschoben werden mussten. Doch in Zukunft muss Maß gehalten werden.

Man habe alles in den Haushalt gepackt, sagte Bürgermeisterin Andrea Schweitzer (FW/Einigkeit), auch weil man es sich leisten könne. Trotzdem solle deswegen nicht gedankenlos mit den Geldmitteln umgegangen werden: „Es wird nicht ausgegeben, nur weil es im Haushalt steht. Wir müssen nach wie vor alles konkret hinterfragen.“

Die vielen Vorhaben spiegeln sich im Volumen des Gesamthaushaltes von 4,6 Millionen Euro wider, der nur ganz knapp unter dem Rekordhaushalt aus dem Jahr 2015 liegt. Viele der kalkulierten Ansätze vom vergangenen Jahr wurden aber nicht umgesetzt, da die Projekte verschoben werden mussten. Alle diese geplanten Maßnahmen befinden sich nun in der „Endphase der Entwicklung und Realisierung“, sagte Finanzreferent Johannes Trischberger (CSU/WDG). Daher dürften Erlöse und Kosten hauptsächlich in das Haushaltsjahr 2016 fallen.

Bauarbeiten am Park-&-Ride-Platz beginnen

So soll in den nächsten Wochen mit den Baumaßnahmen am Park-&-Ride-Parkplatz an der S-Bahn Schöngeising begonnen werden, dafür sind 210.000 Euro eingestellt. Ebenfalls um ein Jahr verschoben hat sich die Baulandeigensicherung, für den Grunderwerb will die Gemeinde 420 000 Euro in die Hand nehmen.

Für Erschließungsmaßnahmen, zum Beispiel im Gewerbegebiet Am Leitenberg und im Mischgebiet Landsberied-Ost, sind rund 750.000 Euro angesetzt. Aus verwaltungstechnischen Gründen hatten sich diese Maßnahmen verzögert. Nur die geplante Sickerbecken-Verlagerung für 220 000 Euro, obwohl für heuer wieder eingeplant, könnte sich erneut verschieben. Für ein neues Löschgruppenfahrzeug sind 370 000 Euro bereitgestellt.

Aus dem Verwaltungshaushalt können rund 275.000 Euro in den Vermögenshaushalt überführt werden. Woher dieser Zuwachs kommt, 2015 war man hier nämlich fast bei Null, fasste Trischberger zusammen. So wurden beim Kinderhaus Grünbergzwerge 100.000 Euro wegen geringerer Kosten gespart und durch höhere Zuschüsse erwirtschaftet. Weitere 175.000 Euro kommen durch höhere Erlöse aus Gewerbe- und Einkommensteuer sowie Schlüsselzuweisungen zustande.

Zudem kommt man bei der Kreisumlage billiger weg. Diese macht mit rund 658.000 Euro aber immer noch den größten Ausgabeposten im Verwaltungshaushalt aus.

Die emsige Planung für die vielen Vorhaben heuer führt auch dazu, dass die Gemeinde 420.000 Euro aus ihren Rücklagen entnimmt, die damit am Jahresende aber immer noch knappe 1,6 Millionen Euro betragen dürften.

Durch dieses Polster dürfe man sich aber nicht zu sicher fühlen, mahnte Trischberger. Denn in den vergangenen Jahren habe die Gemeinde einiges durch Grundstücksverkäufe eingenommen. „Diese stillen Reserven haben wir nicht mehr“, ab 2017 gebe es nur noch das „Sparbuch“.

von Fabian Dilger

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