Umwelt-, planungs- und bauausschuss

Ausbau von Speicherräumen schafft 28 neue Wohnungen

Germering – Wohnraum ist knapp im Ballungsraum München und auch in Germering. Die Stadt freut sich über jedes zusätzliche Angebot.

Der beantragte Umbau der Speicherräume zweier Wohnhauses an der Tristan- und an der Isoldenstraße wurde deswegen jetzt im Umwelt-, Planungs- und Bauausschuss einstimmig genehmigt. Durch den Umbau entstehen insgesamt 28 neue Wohnungen. Neu gebaut wird dort auch eine Tiefgarage. Beide Häuser werden durch den Ausbau äußerlich nicht verändert.

Allerdings hatten die Stadträte bei einigen Details der Planung Bedenken. Sozialreferent Herbert Sedlmeier (CSU) hatte als Beauftragter für Menschen mit Behinderung im Landkreis schon im Vorfeld der Ausschusssitzung barrierefreie Zugänge angemahnt. Zweiter Bürgermeister Wolfgang Andre (CSU) gab dies dem Ausschuss weiter. In dem Haus befindet sich nämlich kein Aufzug. Von Seiten des Umweltbeirates kam noch der Hinweis, dass selbst das Erdgeschoss nur über acht Stufen erreichbar sei.

Ein nachträglich im Außenbereich installierter Aufzug ist zwar technisch machbar, aber laut Stadtbaumeister Jürgen Thum mit hohem technischen Aufwand und entsprechenden Kosten verbunden. Zudem müssten dann an allen vier Wohnblöcken Aufzüge angebracht werden. Oberbürgermeister Andreas Haas (CSU zeigte sich skeptisch, dass dem Bauherrn die Notwendigkeit zu vermitteln wäre: „Wir können als Stadt nachfragen, aber wir können nicht fordern.“ Hadi Roidl (Grüne) merkte an, dass nach einem Bau von Aufzügen wohl auch die Miete erhöht werden könnte.

Gabriele Off-Nesselhauf (CSU) wies darauf hin, dass in München der nachträgliche Anbau von Aufzügen durchaus üblich sei. Auf diese Weise könnte auch Inklusion erleichtert und Menschen mit Behinderung der Zuzug ermöglicht werden.

Die durch die Aufstockung notwendigen 40 neuen Stellplätze für Autos werden zum größten Teil mit der neuen Tiefgarage geschaffen. Weitere zwölf Plätze werden in der Nachbarschaft des Gebäudekomplexes durch Duplexgaragen geschaffen. Wolfgang Andre schlug vor, diese doch der Tiefgarage zuzuordnen. Stadtbaumeister Thum hielt die dann nötige Erweiterung für problematisch: „Das greift an einer Stelle in den Baumbestand ein.“

von Hans Kürzl

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