2016: Erwin Seitz, Germeringer Faschingsprinz außer Dienst, blättert ein Album mit Faschingsbildern durch – leider hat er kein einziges Foto von sich als Tollität.

Fasching

Gestatten: Prinz Erwin I. von 1950

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Fasching bedeutet Spaß. Und davon brauchten die Menschen in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg eine besonders große Portion

Also wurde die fünfte Jahreszeit wieder vermehrt gefeiert. Auch in Germering. Mittendrin: Erwin Seitz, heute 87 Jahre, alias Prinz Erwin. 

Damals waren die Gewänder des Prinzenpaares noch nicht so pompös wie heute“, erinnert sich Erwin Seitz an die Zeit, als er im Jahr 1950 Faschingsprinz in Germering war. Für Glitzer, Perlen und Schnickschnack sei nach dem Krieg schließlich kein Geld dagewesen. „Mein Kostüm war ganz schlicht und einfach. Nichts besonderes. Ein Anzug und eine Narrenkappe“, erzählt er. Auch seine Prinzessin, Evi Peukert, hatte bei den Auftritten keinen dieser ultraweiten Reifröcke mit viel Tüll und Spitze an, wie ihn die heutigen Faschingsprinzessinnen tragen. „Es war ein schlichtes aber schönes Kleid, glaube ich“, sagt Seitz. Sehr konkret sind die Erinnerungen an den damaligen Fasching nicht mehr, muss der freundliche Senior zugeben. Immerhin liegt das Ganze auch 66 Jahre zurück. Da darf man schon einmal etwas vergessen, findet Seitz und grinst. Aber er erinnert sich noch, warum er damals für das Amt ausgewählt wurde: „Ich war eben ein gefragter Junggeselle.“

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