Ehedrama in Germering: Die Ergebnisse der Kripo

Germering – Die Explosion des Einfamilienhauses, bei dem ein Ehepaar ums Leben gekommen ist, war kein Unglücksfall. Der 88-jährige Mann hat das Inferno wohl absichtlich herbeigeführt, um seine Frau zu töten.

Lesen Sie auch:

Explosion in Germering: Inferno aus Flammen und Trümmern

Explosion: Ehepaar tot aus Trümmern geborgen

Die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck ermittelt deshalb wegen Mordes und Selbsttötung. Den eigenen Tod habe er bei seiner Tat möglicherweise in Kauf genommen, so Peter Kammerer, Sprecher des Polizeiräsidiums Oberbayern Nord.

Bereits wenige Stunden nach der Explosion am Donnerstag hatten Nachbarn und Freunde des Ehepaares berichtet, dass die Ehe der beiden Senioren seit langem zerrütet war. Einige waren von Anfang an davon überzeugt, dass er seine Frau umbringen wollte.

Feuerwehr im Großeinsatz - Explosion zerstört Haus

Feuerwehr im Großeinsatz - Explosion zerstört Haus

Bilder von den Bergungsarbeiten

Haus in Germering explodiert: Bilder von den Bergungsarbeiten

Nahrung bekommt der Verdacht der Ermittler auch durch die sogenannte Auffindungssituation der Leichen. Die sterblichen Übereste der 84-jährigen Margarethe L. lagen zwar im Keller, aber viel weiter oben im Schutt, als die ihres Gatten Hermann. Deshalb wurde sie auch früher gefunden. Die Polizei geht demnach davon aus, dass sie sich zum Zeitpunkt der Explosion im Erdgeschoss aufhielt. Ihr Mann dagegen befand sich im Keller. Er hatte außerdem Schuhe an. „Das spricht dafür, dass er im Haus unterwegs war“, so Kammerer.

Die Obduktion der Leichen hat ergeben, dass beide Ehepartner an den Folgen der Detonation starben. Nun muss geklärt werden, wie das Haus in die Luft gesprengt wurde. Ein Fremdverschulden schließt die Polizei inzwischen ebenso aus, wie einen Unfall mit einer Gasleitung. Derzeit konzentriert sich das Interesse der Ermittler auf drei Gasflaschen, die in den Trümmern des Hauses gefunden wurden. Aus dem Brandschutt wurden aber auch zahlreiche andere Proben entnommen. Dem Vernehmen nach wurde am Unfallort Benzin gerochen. Wegen der Heftigkeit der Detonation ist es sehr wahrscheinlich, dass mehrere Komponenten zusammenspielten. Bis die genaue Ursache feststeht, wird es wohl noch etwas dauern. Das liegt laut Polizeisprecher Hans-Peter Kammerer auch an dem enormen Zerstörungsgrad. Von dem Einfamilienhaus blieben nur noch Trümmer.

Rubriklistenbild: © len

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

B 2: Baustellenampel bremst West-Pendler aus
Autofahrer müssen sich auf dem Westast der B2 auf Beeinträchtigungen einstellen: In Mammendorf wird gebaut, daher wird die Bundesstraße im Ort immer wieder halbseitig …
B 2: Baustellenampel bremst West-Pendler aus
Luke aus Wenigmünchen
Über die Geburt ihres ersten Kindes freuen sich Laura und Thomas Hengl aus Wenigmünchen. Ihr Sohn Luke Ferdinand kam jetzt im Brucker Klinikum zur Welt. Der Bub wurde …
Luke aus Wenigmünchen
Langsam formieren sich die Kandidaten
Wer tritt für das Bürgermeisteramt in Egenhofen an? Noch halten sich diejenigen, die als Kandidaten gehandelt werden, sehr bedeckt. Vier Namen sind derzeit im Ort zu …
Langsam formieren sich die Kandidaten
Gefängnisstrafe nach Trunkenheitsfahrt
Ein Mülltonnenhäuschen zerlegt, einen Zaun beschädigt und zwei Autos gerammt – das war im April die Bilanz einer Trunkenheitsfahrt durch Geltendorf.
Gefängnisstrafe nach Trunkenheitsfahrt

Kommentare