Kunstkreis Germering

 Licht und Schatten 

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Germering - Der Kunstkreis Germering hat seine neue Ausstellung im Rahmen einer Vernissage eröffnet. Thema: "Licht". 

Germering – Der richtige Umgang mit Licht und Schatten ist in der Malerei, aber auch in der bildenden Kunst, ein entscheidender Faktor für die künstlerische Aussage. Seit der Renaissance wird Licht gezielt eingesetzt, um Personen oder Dinge zu betonen oder Bedeutungen herauszustellen. Bis zur Moderne wurde der Einsatz von Licht und Schatten in der Kunst immer weiter verfeinert und perfektioniert. Wenn jetzt also der Kunstkreis Germering zu einer Ausstellung mit dem Thema „Licht“ einlädt, dann kann man das durchaus ambitioniert nennen. Zehn neue Mitglieder, die längstens zwei Jahre der Vereinigung angehören, haben sich der Aufgabe gestellt und sie durchaus themenkonform gestaltet: Zu sehen ist, um im Bild zu bleiben, viel Licht – aber hin und wieder auch etwas Schatten.

Lutz Walczok hat die Ausstellung federführend organisiert und die eingereichten Werke ausgesucht. Er war auch für den Aufbau verantwortlich und hat damit ein mindestens ebenso gutes Händchen bewiesen wie beim Malen seiner Bilder. Denn Walzcok beherrscht das Spiel mit Licht und Schatten auf einem sehr hohen Niveau. Seine mit Acryl auf Leinwand gebrachten Gemälde „Anne-Mirl“ und „Magda“ erinnern ein wenig an Rembrandt oder Dürer – die alten Meister würden ihn schon länger beschäftigen, erzählt der Künstler bei der Vernissage.

Meisterhaft gelingt es auch Ibtihal Alkhalidi, mit Lichteffekten Stimmung zu erzeugen. „Hoffnung“ zeigt beispielsweise den Blick durch ein einen Spalt geöffnetes Hoftor in einen blühenden Garten. Die Irakerin lebt seit fünf Jahren in München und ist eine der wenigen echten Profis im Kunstkreis: Sie war in ihrer Heimat eine bekannte Künstlerin und in Bagdad unter anderem als Kunstdozentin an der Universität tätig.

Bei vier großformatigen Fotografien von Vera Greif wird das Thema schon dadurch präsent, weil es sich um Schwarz-Weiß-Bilder von Details einer Waldlandschaft handelt. Der Betrachter sieht aber keine fotorealistische Abbildung der Wirklichkeit. Die Bilder vermitteln viel mehr den Einblick in eine verwunschene Welt aus Licht und Schatten.

Gudrun Ryssel hat mit einer Serie von kleinformatigen Collagen einen eher augenzwinkernden Zugang zum Thema gefunden. Sie hat auf aufgeklappten Kartondecken von kleinen Ringblöcken unter anderem „A bisserl Physik“ betrieben und auch Illustrationen aus Optik-Lehrbüchern der Physik eingebunden.

Mit Christine Geiger ist auch eine bildende Künstlerin vertreten. Ihre rund einen Meter hohe geschnitzte „Knospe“ strebt mächtig nach oben – ans Licht.

Ebenfalls mit mehreren Werken vertreten sind Uli Baab, Anna Kirsch, Graziana Goldwurm, Annemi Groth, Ellen Schmidt und Dagma Weczersa.

Die Ausstellung „Licht“ ist noch bis Sonntag, 25. März, im Forum der Stadthalle zu sehen. Geöffnet ist sie dienstags bis samstags jeweils von 16 bis 20 Uhr und sonntags von 14 bis 18 Uhr.

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