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Foto vom Kahlschlag im Februar

In Germering

1425 Bäume für kahle Fläche am Parsberg

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Der Wald rund um das Naturfreundehaus am Parsberg, der nach den Winterstürmen weitgehend abgeholzt wurde, wird großzügig aufgeforstet. Die Stadt unterstützt dies finanziell.

Germering – Seit Wochen bietet sich Spaziergängern am Parsberg hinter dem Germeringer See ein gespenstisches Bild: Die früher mitten in einem dichten Fichtenwald stehende Hütte des Naturfreunde-Vereins steht in einer kahlen Landschaft. Aus Sicherheitsgründen waren nach den heftigen Winterstürmen die Fichten oberhalb des Hauses komplett entfernt worden. Auch benachbarte Waldbesitzer waren zu solchen Fällungen gezwungen.

Jetzt wurde im Hauptausschuss des Stadtrates das Wiederaufforstungs-Konzept der Naturfreunde vorgestellt. Der Verein bat um einen Zuschuss für die geplanten Baumpflanzungen, aber auch für notwendige Sanierungen am Haus selbst.

Geplant ist laut Martin Hufnagel von den Naturfreunden, einen Mischwald mit Buchen, Linden und Ahornen zu pflanzen. Das Konzept dafür ist gemeinsam mit Anita Ottmann vom Amt für Landwirtschaft, Erholung und Forsten (AELF) erarbeitet worden. Insgesamt sollen 1425 Bäume und Sträucher eingesetzt werden. Douglasien, Walnuss, Vogelkirchen, Salweiden, Kornelkirschen und Pfaffenhüttchen sind neben den genannten Laubbäumen mit dabei.

Naturfreundesprecher Hufnagel erläutert in seinem Antrag auch, dass das Ziel nicht die wirtschaftliche Nutzung des Waldes sei: „Wir wollen den Wald für Wanderer und Germeringer Bürger in einem natürlichen Zustand erlebbar machen.“ Aus diesem Grund sollen die jungen Bäume nicht durch eine komplette Einzäunung vor Wildverbiss geschützt werden: „Wir haben uns entschieden, nur einzelne Bäume einzuzäunen, damit Spaziergänger den Wald weiter nutzen können.“

Die rund 3600 Euro teure Aufforstung ist nicht die einzige Investition, die dem Verein ins Haus steht. Die Böschung neben der Hütte muss für rund 5700 Euro befestigt werden. Grund: Wegen des fehlenden Schutzes durch die Baumwurzeln kann der Boden ausschwemmen und der Hang auf das Haus stürzen.

Das Dach der Naturfreundehütte ist ebenfalls von den Stürmen beschädigt worden. Die Sanierung kostet 12 000 Euro. Zu guter Letzt will der Verein die Polster und Bänke in der Hütte erneuern. Kosten: rund 4400 Euro.

Die Verwaltung schlug vor, analog der gängigen Zuschussregel für Vereins-Investitionen, die Naturfreunden mit 20 Prozent der Gesamtkosten zu unterstützten. Das wäre bei insgesamt knapp 24 000 Euro ein Zuschuss von 4790 Euro. Das AELF gibt für die Aufforstung noch 1955 Euro.

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