Nach 20 Jahren ist Schluss: Rupert Ehrlich wird von Rektorin Ismene Kucher und OB Andreas Haas verabschiedet.
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Nach 20 Jahren ist Schluss: Rupert Ehrlich wird von Rektorin Ismene Kucher und OB Andreas Haas verabschiedet.

Offizielle Verabschiedung

20 Jahre Schulweghelfer: Mit ihm kamen die Kinder sicher zur Schule

  • vonHans Kürzl
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20 Jahre lang hat Rupert Ehrlich als Schulweghelfer Kindern auf dem Weg zur und von der Kirchenschule Sicherheit verschafft. Nun wurde er von der Stadt offiziell verabschiedet.

Germering – An der Stelle, wo Rupert Ehrlich seinen ehrenamtlichen Dienst verrichtet hat, hatte er auch den Schuleingang mit im Blick. „Es ist schon eine kitzlige Stelle“, sagt der jetzt 78-Jährige über die Kreuzung Untere Bahnhof-/Kirchenstraße. Autofahrer, die es entweder in die Stadtmitte zieht oder in der anderen Richtung zur Bundesstraße 2. Los sei hier immer etwas, so der Rentner.

Und so hat Ehrlich seinen Dienst im Sinne der Schulwegsicherheit viermal je Schultag verrichtet. Einmal am Vormittag vor 8 Uhr und dann zu drei Zeiten um den Mittag herum. „Das mit der Sicherheit war mir immer wichtig“, sagt Fröhlich. Das sei der Hauptgrund gewesen, warum er sich vor 20 Jahren dafür beworben habe. Sein Sohn war da nämlich längst schon aus der Grundschule heraus.

In der Anfangszeit habe es schon immer wieder mal freche Bemerkungen von Schülern gegeben, erinnert sich Ehrlich. „Ich habe mich aber nicht einschüchtern lassen und einfach weitergemacht.“ Das sei genauso der Fall gewesen, wenn er es mit aufgeregten Autofahrern zu tun hatte. Ehrlich reagierte stets mit Gelassenheit, blieb dabei aber energisch.

Ismene Kucher, Leiterin von der Kirchenschule, wusste das schätzen. „Man hat sich auf Rupert Ehrlich verlassen können, und die Schüler konnten sich sicher fühlen.“ Ein Kompliment, dem sich Oberbürgermeister Andreas Haas bei der coronabedingt im Freien stattgefundenen Verabschiedung anschloss.

Besonders hoch rechnet Kucher dem Helfer an, dass er auch in Corona-Zeiten zuverlässig zur Stelle war. Er habe ja altersmäßig zu einer Risikogruppe gehört. „Trotzdem war er wie selbstverständlich da, auch bei Wind und Wetter“, so Kucher. Er habe gewusst, dass Schulweghelfer kein Schönwetter-Job ist.

Das macht auch die Suche nach einem Nachfolger nicht einfach. Wobei insgesamt sogar vier Standorte rund um die Kirchenschule mit Schülerlotsen besetzt werden müssen. Es werde aber gelingen, glaubt Kucher. Nur bei Ausfällen werde es eng. Da könne es schon vorkommen, dass ein Standort mal nicht besetzt sei. Allerdings fügt die Rektorin auch an: „Schulweghelfer können wir immer gebrauchen.“

Helfer gesucht: Die Stadt ist immer auf der Suche nach Schulweghelfern. Wer interessiert ist, soll sich unter Telefon (089) 89419114 an Martina Klein-Minigshofer wenden.

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