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2500 Schüler schauen sich Berufsmarkt an

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Insgesamt rund 2500 Besucher kamen zu dem Informationsabend.
Insgesamt rund 2500 Besucher kamen zu dem Informationsabend. © Kürzl

Kontaktmöglichkeit, Jobbörse und Zukunftsplanung – in diesem Rahmen bewegt sich der seit 2014 stattfindende Berufsinformationsabend aller Germeringer Schulen. Auch die evangelische Kirche nutzt dies mittlerweile.

Germering – Dass Pfarrer Jan Freiwald von der evangelischen Jesus-Christus-Kirche in der Aula des Carl-Spitzweg-Gymnasiums neben Hochschulen, Banken und Versicherungen seinen Platz gefunden hat, ist ein wenig aus der Not heraus geboren. Von überregionaler Stelle aus sei weitergegeben worden, wie schwierig es sei, Pfarrstellen zu besetzen, erzählt er. Deswegen hat sich Freiwald zum ersten Mal um einen Standplatz beim Berufsinformationsabend bemüht.

„Man muss sich zeigen, um den jungen Menschen bewusst zu machen, dass es auch diese berufliche Möglichkeit gibt.“ Seine Premiere kommentiert Pfarrer Freiwald vorsichtig optimistisch. „Interesse habe ich in den Gesprächen durchaus gespürt“, berichtet er. Der Andrang an seinem Stand sei aber überschaubar gewesen.

Für Jürgen Biffar, den Vorsitzenden des Wirtschaftsverbandes, ist die Anwesenheit der Kirche aber ein gutes Zeichen, wie sehr die Veranstaltung ins Bewusstsein der Schüler gedrungen ist. „Ich finde es gut, dass die Kirche so auf die Jugendlichen zugeht“, sagt der Geschäftsführer von DocuWare.

Mit möglichen Auszubildenden ins Gespräch zu kommen ist für Karl Moser (stehend) eine lohnende Sache.
Mit möglichen Auszubildenden ins Gespräch zu kommen ist für Karl Moser (stehend) eine lohnende Sache. © Kürzl

Für Karl Moser, Seniorchef des gleichnamigen Autohauses, gehört die Veranstaltung zum Pflichtprogramm. Er bescheinigt dem Informationsabend, „gut organisiert“ zu sein. Ihm komme entgegen, dass der Besuch für einen bestimmten Schülerkreis, beispielsweise bei den Gymnasien ab der 11. Klasse, verpflichtend sei. Das garantiere ausreichend Besuch. Für Moser ist dabei positiv, dass er so ausreichend Kontakt zu den Jugendlichen bekommt und sich um fachlichen Nachwuchs kaum Sorgen zu machen braucht. „Ein oder zwei Auszubildende habe ich hier immer bekommen. Man könne durchaus auch einschätzen, wie ernst es ein Jugendlicher mit seinem Berufswunsch meine.

Für Jan Freiwald war es der erste Versuch, für den Beruf des Pfarrers zu werben.
Für Jan Freiwald war es der erste Versuch, für den Beruf des Pfarrers zu werben. © Kürzl

Die Tatsache, dass der Besuch des Infoabends für Schüler ab einer bestimmten Klassenstufe Pflicht ist, macht es den Elternbeiräten, die die Veranstaltung mitorganisieren, nicht einfacher. Es sind deswegen rund 2500 Besuchern sagt Angela Oppitz, die für die Realschule vor Ort ist. An Kapazitätsgrenzen stoße das noch nicht, der neue Anbau biete da durchaus noch Möglichkeiten. „Aber wer sich für diesen Tag einbringt, muss dafür Urlaub nehmen.“ Allerdings wird man im kommenden Jahr die Aufgaben auf noch mehr Schultern verteilen. Das betreffe unter anderem die Betreuung und Anwerbung von Ausstellern. Diese sei ebenso zeitintensiv wie die Gestaltung der Informationsbroschüre.

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