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Tafelleiter Jürgen Quest (l. ) hat allen Grund zum Strahlen. Wasserwachtler Christoph Matern und rund 100 Kollegen haben mehr als nur ein Einsatzboot mit Sachspenden füllen können.

4. Kunst- und Musikzauber

Germeringer Wasserwacht gewinnt Stadtwette überlegen

Das wichtigste Ergebnis gab es beim 4. Germeringer Kunst- und Musikzauber am Ende: Die Wasserwacht hat die Stadtwette zugunsten der Tafel gewonnen.

Germering – Fest zupacken müssen hat Christoph Matern von der Wasserwacht schon früh am Abend. Denn die mit dem Wirtschaftsverband abgeschlossene Wette forderte ihm und seinen Kollegen schon einiges ab: Bis um 22.15 Uhr mussten 50 Wasserwachtler am Kleinen Stachus ein mit Sachspenden für die Tafel gefülltes Einsatzboot übergeben.

Birgit Fischer war mit ihrer Wachsmalerei am Kunst- und Musikzauber beteiligt.

„Es ist eifrig gespendet worden“, erzählt Matern. Schnell war das Boot so mit Waren gefüllt, dass die Reifen das Gewicht nicht mehr tragen konnten und umgeladen werden musste. Insgesamt dreimal geschah das im Verlauf, so dass Teil eins der Stadtwette locker erfüllt war. Da konnte auch ein pünktlich zum Wettende einsetzendes Gewitter mit starkem Regen nichts mehr dran ändern.

Germeringer spenden fleißig Lebensmittel und Drogerieartikel

Auch die 50 Mitglieder, die Katrin Schmidt als Vertreterin der Einzelhändler im Wirtschaftsverband gefordert hatte, brachte die Wasserwacht ohne große Mühe zusammen. „Die Kameraden von den anderen Ortsverbänden haben uns sehr dabei geholfen“, lobte Matern den Sondereinsatz der Retter aus Emmering, Fürstenfeldbruck, Grafrath, Mammendorf und Olching.

Einzelhandelsvertreterin Katrin Schmidt bedankt sich via Megafon bei der Wasserwacht für ihren Einsatz.

Als der große Gewinner des Abends durfte sich allerdings Tafelleiter Jürgen Quest fühlen. „Das hilft uns, bis Weihnachten über die Runden zu kommen“, strahlte er. Die Germeringer hätten zudem eine sehr gute Spendendisziplin bewiesen, so Quest. Es seien fast ausnahmslos Lebensmittel abgegeben worden, die haltbar sind. „Auch die Drogerieartikel werden sehr gut ankommen“, freute sich Quest für die gut 1000 Bedürftigen mit, die von der Tafel unterstützt werden. Dass dies so gut gelungen sei, sei auch der Atmosphäre des Kunst- und Musikzaubers zu verdanken. „So ein Abend macht doch lockerer“, gesteht der Leiter der Tafel.

Germeringer Kunst- und Musikzauber inzwischen etabliert

Die Künstler, die den Zauber in und vor den Geschäften rund um den Kleinen Stachus gestalteten, sahen dies auch so. Birgit Fischer, die in einem Bekleidungsgeschäft mit heißem Wachs malte, meinte beispielsweise: „Die Leute sind sehr interessiert, unterhalten sich gern.“ Sie habe gern für diesen Abend zugesagt. Man könne seine Kunst in einem besonderen Rahmen präsentieren.

Für den Kunst- und Musikzauber ist Werbung nicht mehr notwendig. „Die Künstler fragen mittlerweile selbst an“, erklärt Katrin Schmidt. Aus Sicht von Verbandschef Jürgen Biffar hat sich die Veranstaltung schon etabliert: „Sie ist aus dem Terminkalender nicht mehr wegzudenken.“ Da störe selbst ein bisschen Regen nicht. „Nicht nur Germeringer kommen gerne“, weiß Biffar. Deshalb werde es den Kunst- und Musikzauber auch nächstes Jahr geben.

von Hans Kürzl

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