Entscheidung bekannt: Das planen die Bayern mit Coman

Entscheidung bekannt: Das planen die Bayern mit Coman
Im zweiten Realisierungsabschnitt sind rund 6000 Wohnungen geplant.

Blick nach Freiham

6000 Wohnungen für 20 000 Nachbarn

Freiham – Er ist rund zwölf Kilometer vom Stadtzentrum München entfernt und wird der neue Stadtteil: Freiham. Auf einer Fläche von rund 250 Fußballfeldern entsteht östlich von Germering derzeit eine neue Heimat für rund 20 000 Menschen.

Im ersten Realisierungsabschnitt ist bereits das Baurecht für 4000 Wohnungen vorhanden, 400 weitere sollen schnellstmöglich folgen. Bereits 2018 sollen die ersten neuen Freihamer ihre Wohnungen beziehen können. Sollten alle Arbeiten ohne größere Verzögerungen durchgeführt werden können, sollen die Wohnvorhaben bis 2025 abgeschlossen sein.

Obwohl die Baumaßnahmen im ersten Realisierungsabschnitt erst beginnen, starten auch schon die Planungen für den zweiten Realisierungsabschnitt. Im Bezirksausschuss Aubing, Lochhausen, Langwied stellte Susanne Kirgis vom Münchner Referat für Stadtplanung und Bauordnung diese vor.

Wohnungen, Schulen und Kindergärten

Der zweite Realisierungsabschnitt umfasst rund 55 Hektar. Auf dieser Fläche soll ebenfalls ein „kompakter, urbaner und grüner Wohnstandort“ entstehen, wie sie erklärte. 5000 bis 6000 Wohneinheiten sind hier geplant. Dazu werden neun Kindertageseinrichtungen gebaut sowie zwei Grundschulen.

Zudem soll bereits eine Vorhaltefläche für eine weiterführende Schule integriert werden. An beide Baugebiete schließt ein Landschaftspark an.

„Dieser befindet sich gerade im Realisierungswettbewerb“, erklärt Projektleiter Steffen Kercher. Der erste Teil solle ab 2019 entstehen und 2020/21 in Betrieb gehen. Ziel sei es, dass die Grünflächen auch im zweiten Realisierungsabschnitt ferig sind, „wenn die ersten Menschen einziehen“, so Kercher. Und das ist voraussichtlich 2025.

Über die direkten Anschlüsse an die Autobahnen A 99 und A 96 ist Freiham-Süd an das überregionale Verkehrsnetz angebunden. Die Wohngebiete im Norden werden zusätzlich über die Autobahnanschlussstelle „Germering-Nord“ erschlossen, die gerade in Richtung Freiham gebaut wird.

Für die genaue Planung wird nun ein städtebaulicher und landschaftsplanerischer Realisierungswettbewerb mit einem EU-weiten Bewerbungsverfahren eröffnet. Zu drei Zeitpunkten sollen daran auch die Bürger beteiligt werden. „Es gibt beispielsweise Workshops oder Abendtermine, an denen die Pläne vor- und zur Diskussion gestellt werden“, berichtet der Projektleiter.

Im Frühjahr startet das Vergabeverfahren der Rahmenplanung. Für das erste Halbjahr 2018 sind nach aktuellem Stand die Bekanntgaben des Wettbewerbsergebnisses im Stadtrat sowie der Start der Bauleitplanung vorgesehen. Projektleiter Steffen Kercher ist mit dem Baufortschritt zufrieden.

„Wir sind auf einem guten Weg und freuen uns, dass sich die Grundschulen im Rohbau befinden, 2017 die Straßen für die Allgemeinheit freigegeben werden und im Jahr 2018 die ersten Menschen einziehen können.“ (kir)

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