ASP-Leiter Martin Pollok ist zufrieden mit dem Verlauf des Sommerferien-Programms.
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ASP-Leiter Martin Pollok ist zufrieden mit dem Verlauf des Sommerferien-Programms.

Germering

Abenteuerspielplatz meistert Corona-Ferien

  • vonHans Kürzl
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Abenteuer, Spiel und Spaß waren wegen der Pandemie im Ferienprogramm des Abenteuerspielplatzes (ASP) nur eingeschränkt möglich. Dennoch meisterten die Kinder und der Platz die Ausnahmesituation sehr gut. Die Zahl der Besucher hielt sich aber in Grenzen.

Germering – Während der bisherigen vier Ferienwochen ist am Platz am Aubinger Weg eine neue Gemeinschaftshütte entstanden, die Besucher staunen lässt: ein asiatisches Teehaus. „Es war der Wunsch der Kinder. Sie konnten sich raussuchen, was sie bauen wollen“, erklärt ASP-Leiter Martin Pollok und schwärmt vom Eifer und von der Kreativität der ASP-Kinder. Es sei ein sehr gemütlicher und guter Rückzugsort geworden.

Ideen waren auch bei einem Filmprojekt gefragt. Dabei hatten die sechs bis 13 Jahre alten Mädchen und Buben tatkräftige Unterstützung durch ASP-Mitarbeiterin Vanessa Peduto. Sie war für den Schnitt bei den von den Kindern gedrehten Kurzfilmen verantwortlich. „Sie hat dafür eine gute Hand“, lobte Pollok.

Das kommt auch nicht von ungefähr. Vanessa Peduto will Mediengestalterin werden und ist schon intensiv auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz. Für dieses Jahr klappte das wegen Corona nicht. Nun überbrückt sie die Zeit und bleibt erst einmal bis zum März dem Spielplatzteam treu.

Verzicht auf Wasserrutsche

Auch sonst machte sich die Corona-Krise am ASP bemerkbar. „Das war immer präsent“, stellt Pollok fest. Mit den Angeboten insbesondere im Ferienprogramm konnte man sich nur im sogenannten Baubereich aufhalten, weil dort die Abstandsregelungen am besten einzuhalten waren. Lediglich Geschwisterkinder konnten beim Spielen und Toben engeren Kontakt zueinander suchen. Ganz verzichten musste man aus Hygienegründen auf die Wasserrutsche, sonst ein Mega-Anziehungspunkt.

„Insgesamt war das Interesse überschaubar“, räumt Pollok ein. Die 15 bis 30 Kinder, die sich je nach Angebot auf dem Areal bewegten, hätten allerdings ihren Spaß gehabt“, sagt der langjährige ASP-Leiter. Die Regeln seien eingehalten worden. Nur ein paar Mal habe man mahnen müssen, wenn der Eifer beim Bauen und Werkeln allzu groß geworden ist. Das habe unter anderem für den Trip in die Moosschwaige gegolten, den Pollok „als Ausflug ohne großen Aufwand“ bezeichnete.

Ebenso einfach und doch wirkungsvoll wurde der erste Grillabend gestaltet, dem am kommenden Freitag noch ein zweiter folgt. Pollok nimmt es als gutes Zeichen, dass man mit dem Programm trotz aller Einschränkungen eine gute Auswahl getroffen hatte.

In der letzten Ferien- sowie in der ersten Schulwoche wird der Abenteuerspielplatz geschlossen bleiben – wie in den vergangenen Jahren auch. Ende Oktober wird dann das neue ASP-Spielhaus, das gerade gebaut wird, seinen Betrieb aufnehmen – ohne großen Aufhebens. „Zumindest eine offizielle Eröffnungsfeier wird es nicht geben“, berichtet Pollok. Die werde womöglich 2021 nachgeholt. Doch auch so freut er sich, wenn das Haus genutzt werden kann. „Alles top“, schwärmt er und erzählt, dass er jüngst erst wieder durch das Spielhaus gegangen ist. „Alles so, wie wir es uns vorgestellt haben.“

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