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Klassenfahrt mal anders: Ausgewählte Lehrer mussten beim Abistreich unterschiedlichste Schülerrollen ausfüllen – rechts die echten Schüler, die sich als Lehrkräfte ausgaben.

Max-Born-Gymnasium Germering

Abistreich führt die Lehrer zur Mexiko-Mauer von Trump

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Schüler und Lehrer des Max-Born-Gymnasiums mussten am Mittwoch erst einige Hindernisse überwinden, ehe sie das Schulgebäude betreten konnten.

Germering –  Die Abiturienten hatten eine Mauer aus Umzugskartons vor den Haupteingang aufgestapelt und gewährten erst nach Kontrollen Zutritt.

Banner am Schulgebäude mit Aufschriften wie Mexico oder „Zwölf Jahre Siesta, jetzt Fiesta“ und laute Latinomusik aus Lautsprechern ließen schon erkennen, was hinter diesem Abistreich, um einen solchen handelte es sich natürlich, stecken sollte: Die Schüler wollten nicht nur die eigene Freiheit thematisieren, die mit dem erreichten Abitur verbunden ist, sondern dem Ganzen auch noch einen politischen Anstrich geben. Oberstufensprecherin Katharina Seeholzer, die mit Luisa Kleber und einem Orga-Team den Streich vorbereitet hat, bestätigte dies.

Scherz bei brütender Hitze

Die Mauer vor dem Schuleingang war nur der Auftakt eines Theaters, das um 10 Uhr bei brütender Hitze auf dem Pausenhof in die zweite Runde ging. Jetzt waren die Lehrer gefragt. In Improtheaterszenen mussten sie den chaotischen Ablauf einer Klassenfahrt spielen, die eine 10. Klasse statt wie geplant nach Colorado nach Mexiko geführt hat. Die Lehrer mussten dabei unterschiedliche Schülertypen spielen – vom Streber bis zum Draufgängertyp war da alles dabei.

Grenzwall

Was dabei herauskam, war eine immer mehr ins Absurde abdriftende Szenerie, die bei den Hunderten Schülern, die auf dem Pausenhof zusahen, großartig ankam. Die Handlung spitzte sich immer mehr zu – bis die Karton-Mauer, die am Morgen noch vor der Schule stand, jetzt wieder errichtet wurde – als Trump’scher Grenzwall gegen Mexiko. Dabei sollte es aber nicht bleiben: Als Schlussgag wurde die Mauer wieder eingerissen und Schulleiter Robert Christoph verlas die berühmten Worte von Günter Schabowski nach dem Fall der Berliner Mauer, als er die sofortige Öffnung der Grenze der DDR bestätigte. Christoph war vom Abi-Streich übrigens sehr angetan. „Das war nicht nur Halligalli, sondern hatte auch eine Botschaft. Respekt.“ kg

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