In Germering

Abriss des Bosco-Heims beginnt von innen

Der Abriss des Caritas-Altenheims Don Bosco hat Anfang April begonnen. Von außen ist aber noch nicht viel davon zu sehen. Zunächst wird nämlich der Innenbereich rückgebaut und entsorgt. Die großen Abrissbagger rücken erst Ende Mai an.

GermeringEnde März haben die letzten Flüchtlinge, die nach der Schließung des früheren Altenheims dort lebten, das Haus verlassen. Anschließend begann die Odelzhausener Abrissfirma Kreppold mit dem, was man einen sukzessiven Rückbau nennt. Zunächst wurden die losen Elemente wie Möbel, Türen und Sanitär-Installationen entfernt und entsorgt. Derzeit sind rund zehn bis 20 Arbeiter damit beschäftigt, die Böden und abgehängten Deckenelementen der zwei Gebäudeteile auszubauen. Die Leitungen und Rohre sind dann dran.

Ziel ist eine sortenreine Entkernung der Häuser, bis nur noch die Gebäudekonstruktion aus Beton und Stahl übrig ist, wie Michael Kreppold gestern bei einem Ortstermin erklärte. Erst dann werden die großen Abrissbagger anrücken und zunächst den Neubau auf dem rückwärtigen Bereich des Grundstücks niederreißen. Der wird als erstes dem Erdboden gleichgemacht, weil er auf einer ehemaligen Kiesgrube errichtet wurde, erklärte Architekt Markus Tronsberg. Keiner wisse, was da alles aufgeschüttet worden sei. Der Untergrund müsse deswegen erst sondiert werden, ehe mit dem Neubau begonnen wird.

Mitte Juli soll dann das Hauptgebäude abgerissen werden. Hier müssen allerdings erst noch in einer aufwändigen Aktion die Fassadenplatten entfernt werden. Die enthalten nämlich Asbest. Allerdings handelt es sich laut Tronsberg um asbestgebundene Zementplatten, die ungefährlich seien, wenn man sie Platte für Platte abbaut und entsorgt. Der gefährliche Asbeststaub entstehe bei dieser Art von Platten nicht. Die Abrissarbeiter seien speziell dafür geschult. Weder sie noch die Anwohner müssten sich um ihre Gesundheit sorgen.

Insgesamt entstehen beim Abriss rund 15 000 Tonnen Material, das abtransportiert werden muss. Kreppold rechnet mit rund 1000 Lkw-Fahrten, die dafür notwendig sind. Sämtliche Materialien würden zur firmeneigenen Recyclinganlage nach Odelzhausen gefahren, aufgearbeitet und größtenteils wiederverwendet, beispielsweise im Straßenbau.

Die Caritas rechnet damit, dass schon im September mit dem Neubau eines modernen fünfstöckigen Seniorenzentrums begonnen werden kann. Laut Projektleiter Georg Hintermaier sollen Tagespflege- und 65 stationäre Pflegeplätze entstehen. Hinzu kommen Gruppen für Betreutes Wohnen für rund 40 bis 50 alte Menschen. Eine kleine Kapelle, eine Cafeteria sowie sieben Wohnungen für Mitarbeiter kommen noch dazu. Geplant ist laut Architekt Tronsberg außerdem, dass der Neubau eine offene Struktur hat und die Freibereiche beispielsweise an den benachbarten Erikapark angebunden werden.

Die Kosten des aufwändigen Abrisses beziffert Hintermaier auf rund eine Million Euro. Der Neubau selbst schlägt mit etwa 20 Millionen Euro zu Buche.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Live-Ticker: Wahlergebnis im Landkreis steht fest
Wann gibt‘s die ersten Ergebnisse in der Region Fürstenfeldbruck, Germering, Olching und Puchheim? Wie haben unsere Wähler abgestimmt? Was sagen die Kandidaten und …
Live-Ticker: Wahlergebnis im Landkreis steht fest
CSU holt Direktmandat trotz Verlusten
Bayernweit waren die Verluste für die CSU dramatisch. Auch im Wahlkreis Bruck/Dachau musste die Union Federn lassen. Trotzdem wird die Region in Berlin wieder von einer …
CSU holt Direktmandat trotz Verlusten
Puchheimer Autofahrer mit 1,08 Promille gestoppt
Obwohl er getrunken hatte, ist ein Puchheimer am Freitag mit dem Auto gefahren. Die Polizei stellte seinen Führerschein sicher.
Puchheimer Autofahrer mit 1,08 Promille gestoppt
Lkw streift Auto – Außenspiegel ab
Zu nah an einem Auto ist ein Lkw-Fahrer am Freitag in Fürstenfeldbruck vorbeigefahren. Er streifte den Wagen und fuhr dabei den Außenspiegel ab. 
Lkw streift Auto – Außenspiegel ab

Kommentare