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Immer die gleiche Masche

Weihnachts-Online-Abzocke: Bei Germeringer Polizei häufen sich Anzeigen

Die vermeintlichen Schnäppchen zu Weihnachten im Netz machen offenbar blind, auch viele Menschen in der Region, wie die Germeringer Polizei dieser Tage erlebt. 

Germering – Vermeintliche Schnäppchen machen offenbar blind. Anders kann es sich Germerings Polizei-Vize Andreas Ruch nicht erklären, warum so viele Menschen Abzockern im Internet auf den Leim gehen. „Seit Weihnachten geben sich die Geschädigten bei uns die Klinke in die Hand“, sagt Ruch.

Die Masche ist immer die Gleiche. Kriminelle bieten in einschlägigen Online-Portalen gefragte Artikel zu unschlagbaren Preisen an. Bezahlt werden muss im Voraus – oft auf ausländische Konten. Die bestellten Waren kommen natürlich nie an. Und dann klingeln die Abgezockten an der Inspektion in der Waldstraße.

Ein Beispiel: Lautsprecher der Marke Sonos, die sich per WLAN etwa mit dem Smartphone verbinden lassen. Im Laden sind sie für rund 200 Euro zu haben, im Internet gibt es sie teils für unter 100 Euro. „Da schlagen dann viele zu und wundern sich, warum sie nichts bekommen“, sagt Ruch. So wird der Schnäppchenjäger schnell zum Abgezockten.

Es gab schon die kuriosesten Fälle bei der Germeringer Polizei

Bei der Germeringer Polizei hatten sie schon die kuriosesten Fälle. Einmal habe jemand 16 000 Euro für einen Traktor nach Polen überwiesen. Mehr als 2000 Euro gingen beim Kauf einer Gastronomie-Gefriertruhe aus Italien flöten. Ruch kann es nicht fassen. „Da wird jedes gesunde Misstrauen über Bord geworfen, wenn ein Schnäppchen winkt.“

Das liege auch daran,dass die Abzocker immer professioneller werden. Mit schön gestalteten Seiten, genauen Angebotsbeschreibungen und Hochglanzfotos würden die Kunden gelockt. Die Täter zu erwischen, ist so gut wie unmöglich. Meist sitzen die nämlich im Ausland. „Da haben wir keine Handhabe“, so Ruch. Auch der sogenannte Cyber-Cop, ein Beamter mit speziellen Kenntnissen, müsse oft kapitulieren.

Doch die Erwartungshaltung der Geschädigten sei enorm. Die Ware muss her, die Betrüger festgenommen und die Abzock-Seiten gelöscht werden. „Doch polizeilich ist das nicht in den Griff zu bekommen“, sagt Ruch.

Der stellvertretende Inspektionsleiter rät, nicht zu leichtgläubig zu sein und vor allem bei scheinbaren Super-Schnäppchen misstrauisch zu werden. Gerade wenn man den Verkäufer oder das vermeintliche Unternehmen nicht kenne, solle man auf keinen Fall Geld im Voraus überweisen.

Tobias Gehre

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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