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Zeitreise ins Jahr 1900: Beim Tag der offenen Tore wurde auch gezeigt, wie die Feuerwehr früher Brände löschte.

Tag der offenen Tore der Feuerwehr Unterpfaffenhofen

Löschen anno dazumal und heute

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Wie laut knallt ein Airbag und wie fühlt man sich in einem völlig verrauchten Raum? Beim Tag der offenen Tore der Unterpfaffenhofener Feuerwehr war dies live zu erleben.

Germering– Wer sich in den Garagenbau am Ende des Unterpfaffenhofener Feuerwehrgeländes wagt, bleibt erst einmal stehen, tastet sich dann mithilfe der von einem Feuerwehrmitglied gereichten Wärmebildkamera ganz langsam in den Raum hinein. Der Disconebel vermittelt einen hautnah spürbaren Eindruck davon, wie man sich in einem Raum voll Rauch fühlt. „Die Menschen erleben so, wie es sich anfühlt, sich in einem verqualmten Zimmer zu bewegen“, erklärt Löschmeister Andreas Ludwig.

Um das ganze fast lebensecht wirken zu lassen, hat Unterpfaffenhofens Feuerwehr noch eine Feuerstelle und Brandgeräusche per Simulation eingespielt. „Ein weiterer Effekt ist, den Leuten wenigstens im Ansatz einen Eindruck von den Einsatzbedingungen zu vermitteln“, so Ludwig weiter. Immer wieder weist der Löschmeister auch darauf hin, wie wichtig moderne und funktionierende Geräte wie eben eine Wärmebildkamera sind. „Da entwickelt man dann schon Verständnis dafür, dass das auch Kosten verursacht“, hat Ludwig bei den Besuchern beobachtet.

Rund 2000 Besucher verfolgen über die gesamten sieben Stunden hinweg die Vorführungen, erfahren dabei etwas über die Technik und Ausstattung aller Fahrzeuge und bekommen auch Informationen etwa darüber, wie man sich bei einem Brand des Fernsehgerätes zu verhalten hat.

Der Andrang war enorm: Schon am Vormittag kamen Hunderte von Besuchern zum Tag der offenen Tore zum Gerätehaus am Starnberger Weg.

Dazu passt eine Zeitreise ins Jahr 1900. Ein altes Feuerwehrmobil aus jenen Tagen rollt vor, um einen Brand mit den damaligen Mitteln zu löschen. Erst als das nicht so recht gelingt, fährt ein moderndes Fahrzeug vor. „Die Besucher sehen so, dass sich die Feuerwehr immer weiter entwickelt“, so Kommandant Michael Gogl. Aber man erkenne auch klar, dass die gute alte Zeit und die Einsätze für die Kameraden früher doch mit Schwierigkeiten verbunden waren.

Der Aktionstag soll Gogl zufolge aber auch ins Bewusstsein rücken, dass Wehren wie die in Unterpfaffenhofen ehrenamtlich unterwegs sind – auch an einem Sonntag, wo sich die Tore für die Besucher öffnen. 58 von den aktuell 65 Aktiven haben an diesem Tag mitgeholfen. „So hat vielleicht auch der eine oder andere Germeringer mitbekommen, dass wir keine Berufsfeuerwehr sind“, hofft Gogl.

Gleichzeitig bekommen die Germeringer vermittelt, wie wichtig das Zusammenspiel der Feuerwehr mit anderen Einsatzkräften ist. So ist die Bereitschaft des Roten Kreuzes ebenso vor Ort wie Vertreter der Polizeiinspektion. Mit dabei ist aber auch die Burschenschaft Unterpfaffenhofen, die für die Verköstigung der Besucher zuständig ist – die meisten Burschen sind auch Mitglieder der Feuerwehr.

So geht’s: Mitglieder der Jugendfeuerwehr zeigen den jungen Besuchern, wie man löscht.

Natürlich erhoffe man sich durch so einen Tag auch das eine oder andere Neumitglied, so Kommandant und Stadtbrandmeister Michael Gogl. Insbesondere die derzeit 15 Jugendlichen, die sich jeden Mittwoch um 19 Uhr treffen, könnten durchaus noch Zuwachs vertragen. Das gilt allerdings gleichermaßen für den weiblichen Anteil. Derzeit sind sieben Frauen bei der Freiwilligen Feuerwehr Unterpfaffenhofen aktiv.

Auch die Feuerwehr aus Germering hat im Rahmen des Ferienprogramms gezeigt, was es bedeutet Feuerwehrmann zu sein.

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