OB Andreas Haas (hinten M.) hat die neuen Auszubildenden der Stadt vor dem Rathaus empfangen.
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OB Andreas Haas (hinten M.) hat die neuen Auszubildenden der Stadt vor dem Rathaus empfangen.

Germering

Ausbildung bei der Stadt steht hoch im Kurs

  • Klaus Greif
    VonKlaus Greif
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Vierzehn junge Frauen und Männer haben bei der Stadt zum 1. September eine Ausbildung oder Berufspraktikum begonnen. Damit sind alle Ausbildungsplätze besetzt.

Germering – Es ist mittlerweile schon ein Ritual bei der Stadt. Anfang September begrüßt OB Andreas Haas im Rathaus alle jungen Menschen, die bei der Stadt eine Ausbildung begonnen haben. Wegen der Pandemie – und weil das Wetter schön war – geschah dies gestern auf dem Platz vor dem Rathaus. Laut Haas will die Stadt mit diesem kleinen Empfang den Auszubildenden zeigen, wie wichtig sie von der Stadt genommen werden. Er versprach ihnen, dass sie immer gefördert werden. Allerdings werde die Stadt von den Azubis auch etwas fordern.

Dass die Stadt ihrerseits ein begehrter Arbeitgeber ist, wurde in diesem Jahr wieder deutlich: Martina Klein-Minigshofer, mit Personalchef Michael Baumhakl für die Azubis zuständig, berichtete von einer auch in Coronazeiten gleichbleibend hohen Zahl an Bewerbern. Wie in den Jahren davor habe man alle Ausbildungsplätze besetzen können. Auch aus Sicht der Azubis hat die Pandemie ihre Bewerbung nicht schwieriger gemacht. Es sei alles ganz normal verlaufen. Die Bewerbungsgespräche haben durchweg analog, also im direkten gegenüber, stattgefunden, bestätigt Michael Baumhakl. Die Stadt habe genügend Möglichkeiten, um alle Abstands- und andere Vorgaben zu erfüllen.

Die meisten der neuen Auszubildenden sind in der Kinderbetreuung untergekommen. Wobei es sich bei ihnen in der Regel nicht um Azubis im herkömmlichen Sinne handelt. Viele haben im Rahmen einer so genannten Optiprax-Ausbildung ihr Anerkennungsjahr begonnen. Diese Möglichkeit der Erzieher-Ausbildung wurde vor Jahren geschaffen, um beispielsweise auch Quereinsteigern den Zugang zum Beruf zu ermöglichen. Die 33-jährige Anja Schönberger ist eine von ihnen. Die Sporttherapeutin wollte sich umorientieren und mit Kindern arbeiten. In der Nimmerland-Kita an der Alfons-Baumannstraße absolviert sie jetzt ihr Anerkennungsjahr.

Auch die Ausbildung zum Gärtner im Bauhof wird jedes Jahr stark nachgefragt. Katrin Schmied begründete ihre Entscheidung unter anderem damit, dass man viel an der frischen Luft arbeite.

Schon jetzt voll gefordert sind die neuen Azubis, die in der Verwaltung zu Fachangestellten ausgebildet werden. Sie werden für die Abwicklung der Briefwahl benötigt und müssen unter anderem die angeforderten Unterlagen versandfertig machen. „Dafür wird jede Hand gebraucht“, erklärt Martina Klein.

Michael Baumhakl gab den jungen Menschen noch eine vielversprechende Aussicht in die nahe Zukunft mit: „Die Stadt bietet auch nach der Ausbildung vielfältige Möglichkeiten einer Anstellung.“ Er versprach den Azubis, dass er und Martina Klein-Minigshofer immer ein offenes Ohr für sie haben: „Zögern sie nicht, sich zu melden, wenn es Fragen oder Probleme gibt.“

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