1. Startseite
  2. Lokales
  3. Fürstenfeldbruck
  4. Germering

Azubis mit viel Erfahrung

Erstellt:

Von: Hans Kürzl

Kommentare

Die Stadt hat ihre neuen Azubis vorgestellt (vorne v.l.): Florian Alexander Aumiller, Sandra Thürstein, Florian Haimerl, Nicole Meyer und Ana Rajh. Hinten stehen (v.l.): Michael Baumhackl, Gerd Felder, Kerstin Kleff, OB Andreas Haas, Sandra Bartler und Martina Klein-Minigshofer.
Die Stadt hat ihre neuen Azubis vorgestellt (vorne v.l.): Florian Alexander Aumiller, Sandra Thürstein, Florian Haimerl, Nicole Meyer und Ana Rajh. Hinten stehen (v.l.): Michael Baumhackl, Gerd Felder, Kerstin Kleff, OB Andreas Haas, Sandra Bartler und Martina Klein-Minigshofer. © HAns Kürzl

Zehn Auszubildende haben in der Stadt den Weg in ihre berufliche Zukunft begonnen. Aber nicht immer ist es leicht, Auszubildende zu bekommen, andere absolvieren in der Stadt ihre zweite Ausbildung. Praktika sind dazu eine gute Basis.

Germering – Eigentlich hätte es Nicole Meyer schon gut sein lassen können. Durch die Große Kreisstadt Germering als Verwaltungsfachangestellte ausgebildet, hatte sie schon einen Berufsabschluss in der Tasche. Doch sie wollte es noch einmal wissen. „Ich kann gut mit Kindern umgehen“, berichtet Meyer bei der offiziellen Vorstellung der neuen Auszubildenden. Deshalb habe sie sich dazu entschlossen, noch einmal eine Ausbildung draufzupacken. Im „Kleinen Muck“ geht sie nun den Schritt zur Erzieherin.

Dass sie bereits in der verwaltung gearbeitet hat, sieht Meyer aber keineswegs als verlorene Zeit. Sie habe in dieser Zeit viel gelernt und interessante Einblicke bekommen. Durchaus hilfreich auch im Bereich der Kinderbetreuung. Denn Meyer deutet Ziele an. „Wenn man mal eine Einrichtung leiten will, dann sind Kenntnisse in der Verwaltung hilfreich.“

Martina Klein-Minigshofer, in der Stadtverwaltung für Personalverwaltung zuständig, ist fast erleichtert, im Bereich der Kinderbetreuung Verstärkung bekommen zu haben. Kontaktmöglichkeiten, bei denen man Interessenten ansprechen könne, seien wegen der Corona-Pandemie weggefallen. „Das spüren wir schon“, räumt Klein-Minigshofer ein.

(Übrigens: Alles aus der Region gibt‘s jetzt auch in unserem regelmäßigen FFB-Newsletter.)

Da passt es gut, wenn man jemand wie Ana Rajh gewissermaßen mit ins Team bekommt. Erfahrung mit Kindern hat die 43-Jährige, die bisher als Versicherungskauffrau arbeitete, als dreifache Mutter mehr als genug. Als der jüngste Sohn in die weiterführende Schule kam, sah sie Zeit für einen Berufswechsel gekommen. „Am besten im sozialen Bereich“, sagt sie.

Im Kinderhort „Kik“ an der Kleinfeldschule hat sie nun eine passende Stelle gefunden, wo sie ihre Lebenserfahrung einbringen kann und will. Man wisse als Mutter um die Sorgen und Nöte der Eltern, könne aber auch mancher Aufgeregtheit entgegentreten. „Nun bekomme ich einen fachlichen Hintergrund dazu“, freut sich Rajh auf ihre Ausbildung.

Aus einer anderen Generation kommt Florian Alexander Aumiller. Der 15-Jährige hat seine Ausbildung in den Bäderbetrieben der Stadt aber auch aus einem ganz anderen Blickwinkel begonnen. „Ich bin schon immer gern schwimmen gegangen und war oft in den Bädern von Germering“, erzählt der aus Eichenau kommende Auszubildende. Mit der Zeit sei er neugierig geworden, „wie und warum ein Bad so funktioniert, wie es funktioniert“. Bereits in den ersten Tagen seiner Ausbildung hat er festgestellt, dass es viele Tätigkeiten und Arbeitsschritte gibt, die man als Außenstehender oder Gast gar nicht wahrnehme. „Bei einem Rundgang wird immer Sicherheit und Sauberkeit abgecheckt“, nennt Aumiller ein Beispiel. Endgültig auf den Geschmack gekommen sei er durch die Praktika, je eines in Hallen- und Freibad.

Wie wichtig diese praktischen Einblicke zur Entscheidungsfindung sind, zeigt die Vorstellungsrunde. Die meisten sind über Praktika in die Ausbildung gekommen. Noch höher ist die Quote bei der Übernahme der Auszubildenden. „100 Prozent“, erklärt Michael Baumhakl, Leiter der Personalabteilung.

Insgesamt bildet die Stadt Germering derzeit 25 junge Menschen aus: in der Verwaltung, den Bäderbetrieben und dem Bauhof sieben Personen, 17 im Kinder- und Jugendbereich und einer in der Bibliothek. „Unsere Nachwuchskräfte liegen uns sehr am Herzen. Wir brauchen gut ausgebildete, motivierte Mitarbeiter“, erklärt Germerings Oberbürgermeister Andreas Haas.

Die Suche der Stadt nach Nachwuchskräften steht auch im Mittelpunkt der Azubi- und Studimesse. Diese findet am 6. Oktober von 9 bis 16 Uhr im Kino Cineplex im Einkaufszentrum GEP statt.

Noch mehr aktuelle Nachrichten aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck finden Sie auf Merkur.de/Fürstenfeldbruck.

Auch interessant

Kommentare