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B2-Auffahrt Germering-Nord: Jetzt soll die Gefahrenstelle entschärft werden.

B 2 bei Germering

Horror-Auffahrt soll entschärft werden

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Es gibt Stellen an der viel befahrenen B 2, die viele Autofahrer stets mit einem mulmigen Gefühl im Bauch passieren. Eine davon ist die Auffahrt Germering-Nord. Im April starb nach einem tragischen Unfall an der Einschleifung ein dreijähriges Mädchen. Jetzt soll die Gefahrenstelle entschärft werden – zuerst durch Schilder.

Germering – Die Germeringer Polizei hat die zusätzlichen Warnschilder vorgeschlagen. Auch die Markierung soll optimiert werden. Natürlich können das nur Sofortmaßnahmen sein, um Autofahrer auf die Gefährlichkeit speziell dieser Einschleifung aufmerksam zu machen. Langfristig soll laut Polizeichef Jürgen Dreiocker die gesamte Einfahrsituation verändert werden. Sprich: Die Straße wird wohl umgebaut.

Bei einer vom zuständigen Straßenbauamt München anberaumten Verkehrsschau sei konkret überlegt worden, wie die Kurve, die vom Gewerbegebiet aus auf die B 2 in Richtung München führt, entschärft werden kann. Außerdem soll der relativ kurze Beschleunigungsstreifen verlängert werden. Bevor so einschneidende Veränderungen in die Wege geleitet werden können, müssten die Behörden allerdings erst die dafür notwendigen Grundstücke kaufen.

Der tödliche Unfall war Ende März von einer 18-Jährigen verursacht worden. Sie kam aus Germering und wollte nach dem Dehner-Kreisel auf die Bundesstraße auffahren. Sie war offensichtlich zu schnell unterwegs. Nach der Einschleifung konnte die junge Frau ihren Wagen nicht auf dem Beschleunigungsstreifen halten, sondern schleuderte direkt auf die Fahrbahn der B 2. Dabei erfasste sie das Auto einer 30-jährige Mutter, die mit ihren beiden Kindern Richtung München unterwegs war, und drückte es auf die Gegenfahrbahn. Dort prallte der Pkw der Familie frontal mit einem Mercedes-Transporter zusammen. Mutter und Kinder wurden schwerst verletzt. Die Dreijährige starb später im Krankenhaus.

In der Folge dieser tragischen Ereignisse wurde eine Unfallkommission gebildet. Sie soll die Wege zur Entschärfung der Situation am der Auffahrt zur Bundesstraße erkunden, an der es in der Vergangenheit immer wieder gekracht hat. Vertreten sind darin unter anderem das Straßenbauamt München, Polizei und Stadtverwaltung Germering. Diese Kommission wird nach der jetzt erfolgten Verkehrsschau vor Ort noch einmal zusammentreten und dann vorschlagen, was ihrer Auffassung nach zu tun ist. Erst dann kann beispielsweise das Straßenverkehrsamt anordnen, welche Schilder genau aufgestellt werden, erklärt Polizeichef Dreiocker.

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