Die Sanitäranlagen in den alten Hallen sind laut SVG-Abteilungsleiter Kreß nie gereinigt worden. Als Beweis fügte er seinem Schreiben dieses Foto be.

Germering

Basketballer fordern Hallen-Rückkehr

Germering -  Die Basketballabteilung des SV Germering übt heftige Kritik am Landratsamt, weil die Mehrfachturnhalle des Max-Born-Gymnasiums (MBG) nach dem Auszug der Flüchtlinge ich immer nicht wieder für Vereine freigegeben wurde.

 Abteilungsleiter Uli Kreß wirft dem Hochbau-/Tiefbauamt des Landkreises in einem offenen Brief an Landrat Thomas Karmasin Herzlosigkeit und Praxisferne vor. Landrats-Sprecherin Ines Roellecke attestiert dem Schreiben „eine ungewöhnliche Tonart“. Der Leiter des angesprochenen Baureferates, Axel Schun, habe bei der Lektüre ganz schön schlucken müssen.

Basketball-Chef Kreß wirft dem Amt vor, das in den fünf Wochen seit dem Auszug der Flüchtlinge zu wenig geschehen sei. Zwar sei die Halle in der erste Woche leer gemacht, die Sanitärräume gesäubert und auch der angebrachte Bodenschutzbelag wieder entfernt worden. Allerdings seien die für die Asylbewerber installierten Waschmaschinen immer noch nicht demontiert. Aus Sicht von Kreß wäre aber nur noch ein geringer Aufwand vor allem für Schönheitsreparaturen notwendig, um den Basketballern noch vor der Sommerpause den Wiedereinzug in die Halle zu ermöglichen. Notwendig ist dies aus seiner Sicht auch deswegen, weil die als Ausweichquartier zur Verfügung gestellten alten MBG-Hallen nicht geeignet für einen normalen Sportbetrieb seien. Es habe Wochen gedauert, bis ein defekter Basketballkorb repariert worden sei. Die alten Duschräume seien noch immer nicht grundgereinigt worden. Und: „Die Räume waren in einem schmutzigen Zustand.“ Der Hallenboden sei zudem erst mit erheblicher Verspätung repariert worden: Es habe dort anfangs kein Sport ausgeübt werden können. Landratssprecherin Roellecke weist die Vorwürfe von Kreß vehement zurück.

Es seien keineswegs Schönheitsreparaturen, die einer Freigabe der Halle für die Vereine entgegen stehen. In der Regel handelte sich um Reparaturen, die sicherheitsrelevant seien. Bei einer vom Abteilungsleiter angesprochenen defekten Tür, die dessen Meinung vorübergehend einfach ausgebaut werden könne, handle es sich um einen Notausgang. Hinzu kommen defekte Treppengeländer, die derzeit noch ein Sicherheitsrisiko darstellen und erneuert werden müssten. Auch der Hallenboden sei noch nicht vollständig wiederhergestellt: „Er enthält Stolperstellen.“ Roellecke versichert aber, dass alle „zeitkritischen Arbeiten“ beauftragt worden sind. Sprich: Die versprochene Freigabe der Halle nach den Sommerferien sie nicht gefährdet. Etwas anderes habe man auch nie gesagt. Das Landratsamt verstehe zwar den Ärger der Sportvereine und würde es gerne schneller machen, aber: „Es geht leider nicht anders." (kg)

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