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Großes Interesse: Viele Mitglieder und Freunde informierten sich vor Ort bei der Stiftungsversammlung über die aktuelle Situation.

Germeringer Sozialstiftung

Hospiz und Frauenhaus kosten Millionen

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Der Bau eines Frauenhauses und eines stationären Hospizes sind zwei Großprojekte, die von der Germeringer Sozialstiftung gestemmt werden müssen. Darüber hinaus werden aber auch kleinere Vorhaben vor allem im Schulbereich nicht vergessen.

Germering – In welcher finanziellen Größenordnung die Sozialstiftung bei Frauenhaus und Hospiz denken muss, machte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Johannes Rauter jetzt bei der Stiftungsversammlung deutlich. „Beim Bau selbst müssen wir mit sieben Millionen Euro rechnen“, sagte Rauter. Er ist bei der Stiftung unter anderem für die Vermögens- und Immobilienverwaltung zuständig. Beim laufenden Betrieb eines Hospizes müsse man zudem bedenken, dass die Krankenkassen davon nur 95 Prozent abdecken würden. Dass sich das Stiftungsvermögen laut dem Vorstandsvorsitzenden Stephan Johannes Reinhold auf zehn Millionen Euro belaufe, sei eine wichtige Voraussetzung für das Projekt gewesen.

Der Vorstand der Stiftung ist erleichtert über die Entscheidung des Bauausschusses vom Juli. Die Stadträte änderten dabei den Bebauungsplan für das Grundstück an der Unteren Bahnhofstraße so, dass das Projekt bedarfsgerecht umgesetzt werden kann. Bis zum 24. September liegt der Bebauungsplan nun im Rathaus zur Einsichtnahme auf.

Der in der Sozialstiftung für die Großprojekte zuständige Markus Breu verwies im Rahmen der Versammlung erneut auf die Notwendigkeit des Baus. „Bei den Hospizplätzen liegt der Freistaat Bayern weit hinten“, so Breu. Ein Bedarf von 50 Plätzen je eine Million Einwohner sei festgestellt, Bayern biete derzeit elf.

Wann der Bau beginnt, konnte Breu nicht sagen. Er sprach auf Nachfrage vorsichtig vom kommenden Kalenderjahr. Es gibt zudem noch viele versorgungs- und sozialrechtliche Belange zu klären. Beim Frauenhaus werden die Planungen laut Breu „derzeit zumindest konkretisiert“.

In finanziell kleineren Dimensionen leistet die Stiftung im Bildungsbereich vor allem der Kindertagesstätten sowie Grund- und Mittelschulen wirkungsvolle Hilfe. Laut Vorstandsmitglied Eleanor Reis gab die Sozialstiftung dafür im vergangenen Jahr 30 000 Euro aus. Damit werden unter anderem das Coaching für Mittelschüler, ehrenamtliche Dolmetscher und die Hausaufgabenhilfe unterstützt.

Wie notwendig auch diese Hilfeleistungen sind, machte Eleanor Reis am Beispiel der Aktion Schultüte fest. Im Schuljahr 2017/18 sei damit 15 Kindern ein guter Start ins Schulleben ermöglicht worden. „Heuer wird der Bedarf sehr wahrscheinlich ansteigen“, informierte Reis. Die Sozialstiftung stellt dafür 2500 Euro bereit.

Erst vor kurzem wurde der Weg für die zwei Großprojekte frei gemacht.

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