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Abitur am Carl-Spitzweg-Gymnasium

Der beste Jahrgang glänzt mit Traumnoten

Germering . Das Carl-Spitzweg-Gymnasium hat den besten Abiturjahrgang der vergangenen Jahre entlassen.

Bei der feierlichen Verleihung der Zeugnisse gestern Vormittag in der Schule berichtete Direktor Georg Gebhard, dass alle 127 Abiturienten zusammen eine Notendurchschnitt von 2,22 erreicht hätten: „Das ist sehr beachtlich.“ Fast die Hälfte aller Schüler, nämlich 54, hat dabei mit einer Eins vor dem Komma abgeschnitten. Sage und schreibe fünf haben sogar die Traumnote 1,0 erreicht. Gebhard erwähnte sie noch einmal namentlich, von Stadt und Landkreis wurden sie auch noch eigens ausgezeichnet: Annika Fuchs, Melina Gassenhuber, Marius Lambacher, Isa Riedel und Johannes Vitt.

Es sei beeindruckend, was sie über die vergangenen zwei Jahre hinweg geleistet haben. Gebhard ging in seiner Rede auch auf auf die aktuelle Politik und aktuelle Jahrestage ein. Vor 100 Jahren hätten in der Schlacht von Verdun 100 000 junge Deutsche und Franzosen ihr Leben lassen müssen oder seien ihr Leben lang traumatisiert gewesen. Vor 75 Jahren habe Nazi-Deutschland die Sowjetunion überfallen, Millionen von getöteten und verstümmelten Menschen seien die Folge gewesen.

Mit dem europäischen Einigungsprozess habe man dann eine 70-jährige Friedensperiode erleben dürfen. Und jetzt müsse der Brexit bewältigt werden. Gebhard: „Ihr gehört zur jungen Elite Europas. Engagiert Euch für diese Friedensunion, mischt Euch ein und baut an dem gemeinsamen Europa mit.“ Vize-Landrätin Martina Drechsler garnierte ihre Ansprache mit Vergleichen aus der Fußballwelt. Im Schulleben sei es wie beim Fußball: Teamfähigkeit ist unverzichtbar. „Alle haben ihr Teil dazu beigetragen, um Euch auf das Finale vorzubereiten. Dass Ihr es erreicht habt, ist aber euer eigener Verdienst.“

Dritter Bürgermeister Helmut Ankenbrand hängte seine Rede an einer anderen Sportart auf. Der vor kurzem verstorbene Boxer Muhammad Ali sei zum Islam übergetreten und habe den Wehrdienst verweigert, obwohl er damit fast alles aufs Spiel setzte, was er erreicht hatte. Er wolle jetzt nicht zum einem Religionswechsel animieren, sagte Ankenbrand. Wichtig sei aber im Leben, dass man um die Grenzen wisse, die man für seine Überzeugungen nicht überschreiten wolle.

 Die Abiturrede der Schüler hielten Claudia Winsauer und Ferdinand Sinz. Sie bekannten einerseits, dass sich an ihrem großen Tag durchaus Abschiedsgefühle breit machten. Andererseits meinte Sinz aber auch: In den zwölf Jahren Schulzeit hat sich wenig geändert – außer der Tatsache, dass die Mama an der einen und die Schultüte in der anderen Hand vom ersten Schultag ersetzt worden sei durchs Abizeugnis und einer Flasche Bier

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