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Auch wenn es manchmal nur ploppte: Die Böllerschützen von Gemütlichkeit haben das neue Jahr gebührend begrüßt.

Schützenverein gemütlichkeit

Böllerschützen begrüßen das neue Jahr

Germering – Der Schützenverein Gemütlichkeit Unterpfaffenhofen ist auch in seinem Jubiläumsjahr der Tradition treu geblieben: Die Böllerschützen schossen das neue Jahr am Germeringer See an.

Schöner kann man das 110. Jahr des Bestehens nicht beginnen. Schützenmeister Klaus-Jürgen Bartsch hatte vor allem wegen des Wetters, Sonnenschein bei Temperaturen um null Grad Celsius, beste Laune. „Möge das Jahr so weitergehen“, wünschte sich Bartsch. Das Anböllern am Germeringer See passe natürlich gut zum Jubiläumsjahr, wenngleich Bartsch betonte: „Dieser Brauch zu Neujahr ist immer etwas Besonderes, unabhängig vom Jubiläum.“ Über 200 Besucher empfanden dies ebenso. Auch Oberbürgermeister Andreas Haas nutzte die Gelegenheit, sozusagen offiziell ein gutes neues Jahr zu wünschen.

Bei manchem der von Schussmeisterin Carmen Sturz angeführten 14 Böllerschützen kam es jedoch nicht zum gewünschten Knalleffekt. Es ploppte allenfalls wie bei einer Flasche mit Bügelverschluss. Der zweite Schützenmeister Joachim Kolb erklärte: „Entweder es war zu wenig Pulver oder es explodierte nur das Zündhütchen.“ Manchmal, so fügte er mit einem leichten Schmunzeln hinzu, sei der Grund nicht zu erklären. Die Technik des Sportgerätes habe sich nicht groß geändert. „Da hakt es eben manchmal“, so Kolb.

Dennoch bleibt der Plopp für den betreffenden Schützen nicht ganz ohne Folgen, wie Schützenmeister Bartsch augenzwinkernd anfügte: „Das ist wie ein Beinschuss bei den Fußballspielern, da geht dann was in die Vereinskasse.“ Die Besucher belohnten die verschiedenen Böllerfolgen wie langsame oder schnelle Reihe und den Doppler trotzdem mit Applaus. Höhepunkt war der gemeinsame Salut.

Welche Glanzlichter der Verein für sein 110. Jahr setzen wird, soll sich in der Generalversammlung des Vereins am 27. Januar zeigen. „Es liegt an den Mitgliedern, in welcher Form wir das feiern werden“, sagte Schützenmeister Bartsch. Einen Abend mit Ehrungen werde es aber auf alle Fälle geben, an dem man dann auch das Jubiläumsjahr des Schützenvereins einbeziehen werde.

Das Anböllern werde man auch darüber hinaus weiter pflegen, hieß es von Bartsch. Er freue sich, dass das Interesse an dem bayerisch-österreichischen Brauch, die bösen Geister des alten Jahres zu vertreiben, in Germering seit vielen Jahren ungebrochen hoch sei. (hk)

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