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Germering

Briefzentrum der Post: Umweltbeirat muss Ablehnung noch formulieren

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Der Umweltbeirat lehnt das geplante Briefverteilzentrum der Deutschen Post im Gewerbegebiet Germeringer Norden weiter ab. 

Germering – Eine mehrstündige Diskussion des Gremiums am Mittwochabend endet allerdings ohne Ergebnis – ursprünglich war geplant, eine Stellungnahme an den Stadtrat zu verabschieden. Jetzt will man sich nächste Woche in kleiner Runde noch einmal zusammensetzen, um eine Empfehlung für den Stadtrat zu formulieren.

Die von Post-Vertretern im Umweltbeirat vor Weihnachten vorgestellten Änderungen der Planung hin zu mehr Ökologie haben bei den Mitgliedern des Beirats durchaus Wirkung gehabt. Der Vorsitzende Herbert Krause bekannte beispielsweise, dass er vom Saulus zum Paulus geworden sei: „Ich bin jetzt eher für das Verteilzentrum.“ Ausschlaggebend war für ihn offensichtlich eine von Hans-Jürgen Gulder und Elmar Schulte erstellte Matrix, bei der in Tabellenform sämtliche Für- und Wider-Argumente aufgeführt sind.

Diese Matrix sollte ursprünglich als Stellungnahme an die Stadt weitergeleitet werden. Dies sei mal etwas Neues und Erfrischendes, meinte Gulder. Das Gremium war aber überwiegend anderer Meinung. Das Papier sei zwar eine sehr gute Gegenüberstellung, meinte beispielweise Martin Rampetsreiter. Als Stellungnahme sei es aber nicht geeignet, weil es keine Handlungsvorgaben mache.

Volker Korten ging noch einen Schritt weiter. Bei den aufgeführten Argumenten handle es sich nur um Meinungsäußerungen, die nicht belegt werden. Als Stadtrat würde er die drei Seiten der Matrix erst gar nicht lesen. Uli Baab sah dies wiederum ganz anders: „Das ist jedem Stadtrat zuzumuten.“

Aus Sicht von Rudolf Lobensteiner ist die gesamte Diskussion des Beirats überflüssig. Die Mitglieder hätten nicht berücksichtigt, dass der Stadtrat schon im Jahr 2001 eine Rahmenplanung beschlossen habe, bei der das fragliche Areal als Gewerbegebiet vorgesehen ist. Es müsse jedem klar sein, dass das Gebiet nicht auf Dauer landwirtschaftliche Fläche bleiben wird.

Paul Thissen gab zu bedenken, dass die Post auf die Anregungen der Bürger und auch des Beirats eingegangen sei: „Sie hat sich gut dargestellt.“ Die Ablehnung des Umweltbeirats sei deswegen aus seiner Sicht nicht zwingend. Bernd Knöckelman wies allerdings darauf hin, dass der Beirat schon abgestimmt habe. Daran sollte nicht mehr gerüttelt werden. Dabei blieb es dann.  kg

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