1. Startseite
  2. Lokales
  3. Fürstenfeldbruck
  4. Germering

Briefzentrum: Post wirbt weiter um Zustimmung

Erstellt:

Von: Klaus Greif

Kommentare

null
Die Informationsveranstaltung der Deutschen Post in der Stadthalle war offensichtlich nicht genug. Vor der Dezember-Sitzung des Umweltbeirats werden Post-Vertreter die Pläne den Mitgliedern noch einmal bei einem Gespräch erläutern. © Weber

Die Mitglieder des Umweltbeirats haben ihre Eindrücke von der Infoveranstaltung der Post zum geplanten Briefzentrum im Germeringer Norden vorgestellt und diskutiert. Eine gemeinsame Stellungnahme soll erst in der Dezember-Sitzung gefasst werden. Vorher wird die Post ihr Projekt im Beirat noch einmal vorstellen.

Germering – Die Deutsche Post will im Gewerbegebiet Germeringer Norden in unmittelbarer Nachbarschaft zum bestehenden Paketverteilstand ein großes Logistikzentrum errichten. Es soll die Briefzentren an der Münchner Arnulfstraße und in Schorn bei Starnberg ersetzzen, die verkauft worden sind. Vor zwei Wochen stellte die Post ihre Pläne im Rahmen einer groß angelegten Informationsveranstaltung in der Stadthalle vor. Zahlreiche Mitglieder des Umweltbeirats waren vor Ort und machten sich schlau.

Welche Schlüsse sie aus der Infoveranstaltung gezogen haben, wurde jetzt im Beirat diskutiert. Aus Sicht des Vorsitzenden Herbert Krause reichte die Bandbreite der Meinungen von totaler Ablehnung bis hin zur Zustimmung. Unter anderem wurde der Stadtverwaltung auch vorgeschlagen: „Wenn es schon zur Realisierung des Briefverteilzentrums kommt, soll sie auf eine dauerhafte Fassadenbegrünung drängen.“

Mehrere Beiräte regten an, das geplante Verwaltungsgebäude, das die Post einstöckig neben das Verteilzentrum setzen will, auf das Briefzentrum zu bauen. Begründet wurde dies mit dem bereits genehmigten Bau eines 47 Meter hohen Büroturms in unmittelbarerer Nähe im Germeringer Norden: „Warum sollte dann nicht auch das Briefzentrum höher sein?“, war laut Krause eines der Argumente. Auf diese Weise würde man auch die Versiegelung des Bodens reduzieren.

Eine offene Frage war Krause zufolge, ob die Stadt das Briefzentrum überhaupt braucht. Hintergrund waren Ängste, dass es bei einer Realisierung zu einem weiteren Anstieg des Verkehrs in der Stadt kommen würde. Immerhin müssten zur Anlieferung und Abholung der Briefe täglich rund 900 Fahrzeuge eingesetzt werden.

Auch der Individualverkehr der rund 1300 Mitarbeiter, die zur ihrem Arbeitsplatz fahren, dürfe nicht vergessen werden. Ferner wirke sich der Einsatz der von der Post vorgestellten Elektrofahrzeuge für den Brieftransport negativ auf den Verkehrsfluss aus.

Obwohl die Einschätzung der Beiratsmitgleider sehr unterschiedlich war, hofft Krause auf eine gemeinsame Stellungnahme des Gremiums. Gefasst werden soll diese bei der letzten Sitzung des Jahres am Mittwoch, 19. Dezember, 19.30 Uhr, im Rathaus. Eine Stunde vor Beginn der Sitzung erhalten die Beiräte aus Germering noch einmal Informationen aus erster Hand: Vertreter der Deutschen Post haben um ein erneutes Gespräch gebeten, das um 18.30 Uhr im Rathaus beginnt.

Die Gewerkschaft Verdi lehnt die Pläne ab, am Ende entscheidet der Stadtrat.

Auch interessant

Kommentare