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Bringt Erstklässlern Englisch bei: Karin Kainz. Ihren Handpuppen Mopsy und Kooky spielen dabei eine nicht ganz unwichtige Rolle.

Fremdsprachenunterricht an Grundschulen

Sie bringt Erstklässlern Englisch bei

Germering – Karin Kainz hat einen besonderen Lehrauftrag: Seit 15 Jahren gibt sie Erstklässlern Englisch-Unterricht. Sie würde dieses Angebot gerne ausweiten – findet aber keine Mitstreiter.

„Hello my name is Mopsy – what’s your name?“ Wenn Karin Kainz (63) mit den Erstklässlern an der Kleinfeld- oder der Theresen-Grundschule in Kontakt tritt, dann hören ihr die ABC-Schützen ganz gespannt zu. Die Dolmetscherin arbeitet gerne mit Kindern und das spüren die Grundschüler. „Die Frühförderung in englischer Sprache findet schulbegleitend einmal die Woche im Anschluss an den regulären Unterricht statt“, sagt die 63-Jährige.

Vor gut 15 Jahren startete Karin Kainz ihr Projekt mit Hilfe der Handpuppen Mopsy und Kooky. Die tierischen Begleiter sind immer noch dabei. Sie wirken bei ihrem Unterricht quasi als Türöffner und erleichtern das Erlernen der fremden Sprache: „Die Kinder sind schnell und mit Eifer bei der Sache“, sagt Karin Kainz.

Gerne würde sie ihr Angebot an den Grundschulen ausweiten, doch: „Momentan ist es sehr schwierig, geeignete Lehrkräfte zu finden.“ Das liege zum einen daran, dass viele Kollegen bei Deutschkursen für Asylbewerber benötigt werden, zum anderen aber auch daran, dass halt nicht jeder so gut mit Kindern kann, wie sie es sich wünscht. „Der Funke muss überspringen, man muss die Kinder begeistern können und auf sie eingehen“, weiß sie aus langjähriger Erfahrung.

Sie selbst brennt immer noch für diesen Beruf. „In der 12. Klasse am Gymnasium hatte ich einen einjährigen Auslandsaufenthalt in Michigan, USA, und das war der Traum meines Lebens“, erzählt die Dolmetscherin. An der Pädagogischen Hochschule absolvierte sie vier Semester und besuchte anschließend die Sprachenschule in München.

„Ich habe die englische Sprache förmlich aufgesaugt, und diese Begeisterung weiterzugeben, liegt mir einfach am Herzen. Denn man kann damit so unglaublich viel Positives bewirken.“ In den Unterrichtseinheiten mit Mopsy und Kooky lernen die Kinder die fremde Sprache spielerisch. Durch viel Reden und Wiederholen festigt sich das Gelernte. Das Singen von einfachen Lieder und Aufsagen kurzer Gedichte helfen ebenfalls.

Am Ende ihres Kurses können die Kinder spielend die Zahlen bis 100, das ABC auf Englisch und sind in der Lage eigenständig Sätze zu bilden. Wenn sie am Ende eines Schuljahres von den Eltern hört „Meinem Kind macht Englisch richtig viel Spaß“, dann hat sie ihr Ziel erreicht. Denn: „Das ist genau der Grund, warum ich das seit vielen Jahren immer wieder gerne mache.“ Wenn „ihre“ Kinder später im regulären Englisch-Unterricht an den Grundschulen eine gute Figur machen, dann freut sie sich natürlich ganz besonders. „Ich bekomme viel positive Rückmeldung von den Lehrern. Wenn ich höre, dass die Frühförderkinder die anderen im Unterricht mitziehen und positiv beeinflussen, dann habe ich mein Ziel erreicht.“

von Angi Kiener

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