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Andreas Haas

Kommunalwahl 2020

Bürgermeisterwahl 2020: Germerings Rathaus-Chef hat noch einiges vor

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OB Andreas Haas (CSU) vollendet im Mai das elfte Jahr seiner Amtszeit. Und wenn es nur nach ihm ginge, würde er bei der Kommunalwahl im März 2020 ins Rennen um seine dritte Amtszeit gehen. 

Germering – „Ich trete gerne noch einmal an“, sagt der noch 54-jährige Vater zweier mittlerweile erwachsener Töchter. Die Entscheidung darüber müssten allerdings die Mitglieder der CSU in einer Nominierungsversammlung treffen, die im Laufe des Jahres stattfinden soll. Die Entscheidung für den amtierenden Bürgermeister dürfte allerdings nur Formsache sein – bis jetzt hat sich Haas zufolge jedenfalls noch kein Gegenkandidat aus den eigenen Reihen gemeldet.

Motivation, auch in den Jahren 2020 bis 2026 Germering an entscheidender Stelle mit zu gestalten hat er auf jeden Fall: „Das Amt macht mir immer noch Freude und füllt mich aus.“ Bei den regelmäßigen Besuchen von Schulklassen im Rathaus antworte er auf die obligatorische Frage der Kinder, ob es ihm Spaß mache, auch immer spontan mit einem Ja.

Menschen zusammenbringen

Wichtig ist dem Bürgermeister vor allem eins: „Menschen zusammenzubringen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen.“ Das beziehe er auf die Bürger genauso wie auf die Stadträte. Es sei wichtig, einander mit Anstand und Respekt zu begegnen. Vor allem vor dem Hintergrund der Entwicklungen im digitalen Bereich und der Inflation der kurzen Botschaften sei miteinander reden wichtiger denn je. Im Stadtrat gelingt das seiner Meinung nach ganz gut: „Wir reden und diskutieren – und erst dann wird entschieden.“ Das habe aber auch schon vor seiner Amtszeit als Bürgermeister ganz gut funktioniert.

Krisenmanagement

Auf diese Weise sind in den vergangenen elf Jahren Projekte realisiert worden, die mittlerweile selbstverständlich sind und fast gar nicht mehr zur Kenntnis genommen werden. „Der Abbau der Starkstromleitung der Bahn fiel in die Zeit des Übergangs von Alt-OB Peter Braun zu mir. Das hat viel Kraft gekostet.“ Nicht weniger aufreibend war die Schließung der Stadthalle wegen der falsch montierten abgehängten Decken ebenfalls zu Beginn seiner ersten Amtszeit. Rückblickend meint Haas: „Da war Krisenmanagement gefragt.“

Das ist ihm offensichtlich gelungen. Und so ist ihm auch vor den Aufgaben der Zukunft nicht bange. Haas nennt dabei die Daueraufgabe der schulischen Infrastruktur und der Kinderbetreuung sowie den Ausbau der früheren Pionierkaserne Krailling – „Da können wir unser kulturelles Angebot vernünftig erweitern“.

Wichtig sei aber auch der barrierefreie Ausbau der Stadt, der nicht nur Menschen mit Behinderung zu Gute kommt: „Wir schaffen Erleichterungen für alle.“ Kleine Schritte seien hier schon gemacht worden wie das Angebot des induktiven Hörens in der Stadthalle oder den Einsatz von Behördendolmetschern bei Bürgerversammlungen. Ziel müsse sein, jedem die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.

Das Briefzentrum

Die zurzeit sehr kritisch diskutierten Themen wie der mögliche Bau eines Briefverteilzentrums der Post und die Bebauung des Kreuzlinger Felds will Haas in der aus seiner Sicht bewährten Strategie angehen: „Wir werden uns intensiv damit beschäftigen, die Pros und Kontras ausloten und dann entscheiden. Allerdings immer vor dem Hintergrund: Es muss gut sein für Germering.“

Der Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs, Verbesserungen für Radfahrer und Fußgänger aber auch das neue Angebot des E-Carsharings sieht Haas ebenfalls als wichtige künftige Themen an.

Haushalt liegt vor

Bei der Umsetzung der Vorhaben hat er das Glück, dass die Stadtfinanzen ganz anders aussehen als bei seinem Amtsantritt vor elf Jahren. Damals musste der Etat konsolidiert werden. Heute ist die Stadt in der Lage, in den kommenden vier Jahren 100 Millionen Euro zu investieren, ohne neue Schulden aufzunehmen.

Die Haushaltsberatungen beginnen zwar erst in rund drei Wochen, aber das Zahlenwerk steht laut Haas schon. Die Stadt profitiere dabei unter anderem davon, dass die Schlüsselzuweisungen wieder steigen und die Kreisumlage sinkt. Die gute Finanzlage wird sich nicht so schnell ändern: Die jüngsten Steuerschätzungen sind laut Haas weiter positiv.

Alle Infos und News zur Kommunalwahl 2020 im Landkreis Fürstenfeldbruck finden Sie immer aktuell auf unserer großen Themenseite. 

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