Germering

City-Galerie wird abgerissen und neu gebaut

  • Klaus Greif
    VonKlaus Greif
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Die City-Galerie am Bahnhofs-Kreisel wird abgerissen und komplett neu gebaut. Das Gebäude, in dem auch die Post untergebracht ist, ist zwar erst 20 Jahre alt, aber trotzdem nicht mehr zeitgemäß. Betreiber Edeka hat jetzt seine Pläne vorgelegt – die auch für Kritik sorgten.

Germering– Die City-Galerie, die an der Bahnlinie mit direktem Zugang zum Bahnsteig liegt, steht seit ihrer Eröffnung unter keinem allzu guten Stern. Bis auf den Edeka-Supermarkt und die Post wechselten so gut wie alle Geschäfte-Betreiber im Gebäude der Reihe nach durch. Die Diskothek im 2. Stock auf Seite der Bahnlinie steht sogar seit Jahren leer.

Weil aus Sicht von Edeka auch der Supermarkt nicht mehr den Anforderungen der Zeit entspricht, wurde ein Projektentwickler mit der Erstellung von Neubauplänen beauftragt. Nun beschäftigte sich der Umwelt-, Planungs- und Bauausschuss damit. Vorgesehen ist laut Stadtbaumeister Jürgen Thum ein Baukörper, der ähnlich aussehen soll wie der bestehende. Weil aber etliche Befreiungen des geltenden Bebauungsplanes notwendig wären, stelle man in Absprache mit dem Projektbüro einen neuen auf.

Im Neubau würden laut Planer Michael Biersack wie bisher der Supermarkt und die Post untergebracht. Hinzu kämen ein Café an der Frontseite zum Kreisverkehr und mehrere im Haus verteilte Läden.

Neu wäre die Tatsache, dass es keine Tiefgarage mehr gäbe. Die Stellplätze sollen in einem Parkdeck im Erdgeschoss nachgewiesen werden. Dies ist laut Biersack unter anderem deshalb geplant, weil Autofahrer die jetzige Tiefgarage kaum benutzen.

Diese Lösung stieß allerdings auf heftige Kritik. Katrin Schmitt (CSU), die in der gegenüberliegenden Harfe einen Buchladen betreibt, hält das vor allem aus optischen Gründen für falsch. Auch die Tatsache, dass der Edeka nur durch dieses Parkdeck und einen Rollsteig erreichbar wäre, würde die Kunden abschrecken.

Mehrere Stadträte aller Parteien sahen dies ähnlich. So gut es wäre, wenn hier etwas Neues entstehe, so der Tenor, das Ziel einer Verbesserung der innerstädtischen Situation werde damit nicht erreicht. Tinka Rausch (SPD) fasste dies so zusammen: „Auf der grünen Wiese wäre das Konzept super. Aber im Zentrum sorgt es für keinerlei Belebung.“

Planer Michael Biersack und ein anwesender Edeka-Vertreter versprachen, die vorgebrachten Einwendungen ernst zu nehmen. Man wolle das Projekt im Dialog mit der Stadt realisieren. Biersack sagte: „Wir haben gespürt, dass Ihnen die Innenstadt am Herzen liegt.“

OB Andreas Haas (CSU) änderte deswegen den ursprünglichen Beschlussvortrag ab. Jetzt empfiehlt der Ausschuss lediglich die Aufstellung eines neuen Bebauungsplanes. Alle in der Diskussion geäußerten Anregungen sollen in das weitere Verfahren aufgenommen werden.

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