Gestapelte Geldmünzen liegen am 04.11.2014 in München (Bayern) auf Geldscheinen.
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In Germering gibt es ein Minus bei den Einnahmen der Einkommensteuer. (Symbolbild)

Haushalt 2021

Corona: Steuereinnahmen sinken deutlich

  • Klaus Greif
    VonKlaus Greif
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Die finanziellen Auswirkungen der Pandemie auf die Finanzen der Stadt sind doch stärker zu spüren als erwartet. Bei der Einkommensteuer gibt es ein Minus von rund 600 000 Euro.

Germering – Kämmerer René Mroncz präsentierte im Hauptausschuss einen ersten Kurzbericht über die Entwicklung des städtischen Haushalts. Es handle sich zwar nur um eine Momentaufnahme nach drei Monaten, sagte Mroncz. Aber eine negative Tendenz sei dennoch zu erkennen. Die Einnahmen aus der Einkommensteuer liegen schon jetzt unter den Erwartungen. Wenn es so weiter geht, fehlen am Ende des Jahres rund 600 000 Euro.

Nicht ganz so schlecht sieht es bei der Gewerbesteuer aus. Hier werden laut Mroncz die im Haushalt eingeplanten 23 Millionen Euro wohl zum Jahresende in der Kasse liegen. Ende April lag man zwar erst bei 18 Millionen Euro. Aber da waren die Bescheide über die vom Stadtrat beschlossene Steuererhöhung noch nicht verschickt.

Die Grunderwerbssteuer entwickelt sich aus Sicht des Kämmerers wie seit Jahren schon „erfreulich gut“. Wer durch die Stadt gehe, könne dies an jeder Ecke sehen: „Die Bautätigkeit ist weiter enorm.“ Mroncz rechnet deswegen mit Mehreinnahmen von 230 000 Euro auf dann 4,23 Millionen Euro.

Novemberhilfe des Bundes

Die Stadt profitiert übrigens auch von den Unterstützungsmaßnahmen des Bundes. René Mroncz berichtete, dass die Eigenbetriebe Stadthalle und Stadtwerke in den Genuss der November- und Dezemberhilfen gekommen sind. Die Stadthalle hat hier insgesamt 204 000 Euro erhalten. Bei den Stadtwerken sind 80 000 Euro eingegangen, weitere 80 000 werden noch erwartet.

Wie sich die finanzielle Lage der Stadt weiter entwickelt, hängt laut Mroncz auch von den geplanten Investitionen ab. Ein Sorgenkind bleibe dabei vor allem die Erweiterung und Sanierung der Wittelsbacher Schule. Dass es hier zu einer weiteren Kostensteigerung kommt, steht nach dem jüngsten Bericht im Bauausschuss so gut wie fest. Mehrungen kann es aber auch bei der Kerschensteiner Schule geben, die kurz vor dem Projektabschluss stehe.

Kämmerer Mroncz war trotz allem zuversichtlich, dass der Haushalt bestand haben werde. Ein genaueres Urteil werde aber erst möglich sein, wenn die Steigerungsraten der Steuerbeteiligungen aus den nächsten Quartalen bekannt sind.

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