Wurde im Frühjahr bezogen: Der Neubau des Kindergartens Kleiner Muck. Zwischenzeitlich musste die Akustik nachgebessert werden. foto: Weber

300.000 Euro Mehrkosten 

Deswegen wurde der Muck-Neubau teurer

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Germering - Der Neubau des Kindergartens Kleiner Muck ist um rund 280 000 Euro teurer geworden als gedacht. Einer der Gründe: Es mussten nachträgliche Einbauten zur Verbesserung der Akustik gemacht werden.

Rund 6,1 Millionen hätte der neue Kleine Muck am Volksfestplatz kosten sollen. In diesem Betrag ist auch der Preis für die vorübergehend genutzten Container enthalten. Im Frühjahr ist die größte städtische Kindertagesstätte in Betrieb genommen worden. Jetzt musste der Stadtrat Mehrkosten von fast 300 000 Euro zur Kenntnis nehmen, die aus unterschiedlichen Gründen entstanden sind. Das Bauamt listete unter anderem folgenden Punkte auf: „Mehraufwand durch Weiternutzung des Provisoriums, Mehraufwand bei Einrichtung und Ausstattung (zum Beispiel zusätzliche Akustikmaßnahmen), Pachten, Küchenausstattungen Wohnungen, Umstellung auf elektronische Schließanlage, Preissteigerungen.“

Kindergartenreferentin Eike Höppner (SPD) hatte mit einem Punkt dieser Liste ein größeres Problem: „Die zusätzlichen Akustikmaßnahmen sind eine ärgerliche Angelegenheit.“ Sie habe bei jeder Besprechung vor und während des Baus darauf hingewiesen, dass man in einem Kindergarten einen maximalen Schallschutz brauche. Dies hätte ihrer Meinung nach bedeutet, dass in allen Räumen Akustikdecken eingebaut werden. Und zwar überall, auch in den Nebenräumen. Das Geld dafür sei vorhanden gewesen, weil der Bau nach der ersten Ausschreibung den vorgegebenen Kostenrahmen unterschritten habe. Dennoch sei der Schallschutz nicht so ausgeführt worden, wie gefordert.

Folge: Nach Inbetriebnahme habe sich herausgestellt, dass es im neuen Kleinen Muck viel zu laut sei. Und dann habe man mit der Nachrüstung beginnen müssen: „Das ärgert mich. Denn wir haben es gewusst.“

OB Andreas Haas konnte diesen Ärger nachvollziehen. Er bestätigte, dass die Akustik immer ein Thema in den Gesprächen mit den Fachplanern gewesen sei: „Wir hatten sogar ein eigenes Akustikbüro eingeschaltet.“

Genutzt hat es offensichtlich nichts. Peter Obermayer, im städtischen Bauamt für den Kindergartenbau zuständig, berichtete, dass die Experten die Situation geprüft und gemessen hätten: „Alle Werte sind eingehalten worden.“ Mit der jetzt erfolgten Nachrüstung sind die sogenannten Nachhallzeiten weit unter der vorgegebenen Norm. Auch das habe man jetzt wieder messen lassen. Und zwar vom medizinisch-sozialen Dienst. Ergebnis: „Jetzt passt alles.“

Eike Höppner wies noch auf ein weiteres Problem des Neubaus hin: Das Kindergartenpersonal habe bewusst auf den Einbau einer Belüftungsanlage verzichtet. Allerdings sollte stattdessen die alte Pergola im Gartenbereich als Sonnenschutz erhalten bleiben. Auch dies sei nicht geschehen. OB Haas versprach, dass dem nachgegangen werde.

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