Sind im Aktionsbündnis vertreten (v.l.): Friedhelm Engelhard (ISB), Dominik Kling (Diakonisches Werk), Philipp Goroll (Johanniter-Unfall-Hilfe), Sonja Schlünder (Diakonisches Werk), Sabine Brügel-Fritzen (Sozialdienst). 

Sozialdienst

Diese Aktion hilft Familien beim Schulanfang

Die Aktion Schultüte feiert Jubiläum. Vor zehn Jahren gründeten das Diakonische Werk Fürstenfeldbruck, die Vereine Aufrechter Gang und ISB sowie der Sozialdienst dieses Bündnis mit dem Ziel, Kinderarmut aktiv und unbürokratisch entgegenzutreten. 

GermeringHeute, zehn Jahre später, gibt es die Aktion Schultüte noch immer. Geändert hat sich lediglich die Zusammensetzung der Aktionspartner. Nach dem Ausscheiden des Aufrechten Ganges ist seit diesem Jahr die Johanniter-Unfall-Hilfe neuer Kooperationspartner für Puchheim.

Einem Bericht von Sozialdienst-Geschäftsleiterin Sabine Brügel-Fritzen zufolge geht die Schere zwischen Arm und Reich in ganz Deutschland immer weiter auseinander. Besonders zu spüren bekämen das Familien mit Kindern, die in Ballungsräumen leben. ABC-Schützen, deren Eltern vom Existenzminimum wie zum Beispiel Arbeitslosengeld II leben müssen, hätten oft schwierige Bedingungen zum Schulstart. Die Erstausstattung koste viel Geld, das aus dem Regelsatz vom Arbeitslosengeld II schwer zu bestreiten sei. Dabei geht es laut Brügel-Fritzen nicht um teure Geschenke für die Schultüte, sondern um das benötigte Schulmaterial wie Schulranzen, Hefte und Stifte, Turnsachen und anderes. Da kämen schnell 250 Euro an Ausgaben zusammen.

Das Aktionsbündnis engagiere sich deshalb für Einschulungskinder aus finanziell schwachen Familien. Es werden Spendengelder gesammelt und an die Familien verteilt, die zum Schulstart in finanziellen Nöten stecken.

Im vergangenen Jahr konnte dank der Aktion Schultüte 85 Familien mit 89 Einschulungskindern im Landkreis eine schnelle unbürokratische Hilfe zuteil werden. Insgesamt wurden 12 863 Euro ausbezahlt. 49 dieser Familien waren im Arbeitslosengeld II-Bezug oder als so genannte Aufstocker nur teilweise im Arbeitsleben stehend. Über die Hälfte der Familien war alleinerziehend, ebenfalls ein wesentlicher Armutsfaktor. Augenmerklich ist auch, dass es unter den Familien viele gibt, die einen Migrationshintergrund haben.

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