Sperrung wegen Feuerwehreinsatz: Schienenersatzverkehr für S7 und S20

Sperrung wegen Feuerwehreinsatz: Schienenersatzverkehr für S7 und S20
Waren bei der 25-Jahr-Feier dabei (v.l): Dieses Bild zeigt von links nach rechts: Präses Ansgar Hörsting, Dirk Rothe, Uwe Hopfer (beide Mitglied der Gemeindeleitung), Pastor Thomas Scheitacker, Hans Hornisch (Vorsteher des Südbayerischen Kreises) und Carsten Finger.

Das aktuelle Interview

Diese Kirchengemeinde ist unabhängig

  • schließen

Die Freie evangelische Gemeinde (FeG) ist seit 25 Jahren in Germering vertreten. Pastor Thomas Scheitacker stellt sie im Gespräch vor.

Germering - 

-Herr Pastor Scheitacker, die Freie evangelische Gemeinde (FeG) gibt es seit 25 Jahren auch in Germering. Können Sie kurz erklären, was die FeG ist, auch in Unterschied zur evangelisch-lutherischen Kirche?

Die FeG ist eine evangelische Freikirche. Die Grundlage des Glaubens ist das apostolische Glaubensbekenntnis. Von der Rechtsform ist sie genauso wie die Landeskirchen eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Allerdings legt sie Wert auf eine klare Trennung von Staat und Kirche. Aus diesem Grund verzichtet sie auf Kirchensteuer und finanziert sich ausschließlich durch freiwillige Spenden. Außerdem werden keine Säuglinge getauft, sondern ausschließlich die Glaubenstaufe praktiziert. Wer bewusst an Jesus Christus glauben und mit ihm leben möchte, kann sich taufen lassen.

Das häufig von den Reformatoren geforderte „Priestertum aller Gläubigen“, also dass jeder Gläubige, der auch entsprechend begabt ist, alle Aufgaben in der Gemeinde ausführen darf, wird umgesetzt. Es gibt keine Tätigkeiten, die nur Geistlichen oder anderen Personengruppen vorbehalten sind. Folglich spielt auch ehrenamtliches Engagement eine große Rolle. Viele Angebote können nur deshalb existieren, weil sich Personen dafür engagieren und einsetzen. Auch wenn es den „Bund der Freien evangelischen Gemeinden in Deutschland“ gibt, ist jede Ortsgemeinde selbständig und unabhängig. Dadurch können eigene Schwerpunkte im Gemeindeleben gesetzt werden, man kann schnell auf aktuelle Umstände reagieren oder auf besondere Situationen eingehen.

- Spielt Martin Luther auch eine Rolle in der FeG?

Natürlich spielt Luther auch für die FeG eine Rolle. Alle Freikirchen (und somit auch die FeGs) gehören dem protestantischen Lager an. Die vier reformatorischen Grundsätze „allein die Schrift“, „alleine Christus“, „allein die Gnade“ und „allein der Glaube“ sind zentrale Eckpfeiler der FeGs. Martin Luther hat bei der Entstehung des evangelischen Glaubens maßgeblich mitgewirkt. Da auch die FeG eine „evangelische Gemeinde“ ist, ist die Reformation Teil ihrer Geschichte, wenngleich sie als eigenständige Kirche erst später gegründet wurde.

-Wie ist es zur Gründung in Germering gekommen?

Bereits in den 1980er-Jahren stellte man sich in der FeG Fürstenfeldbruck die Frage, ob es sinnvoll wäre, in Germering eine FeG zu gründen. Als Gustav-Adolf Pötz im Jahr 1986 zum Pastor in Fürstenfeldbruck berufen wurde, entwickelte sich dieser Gedanke weiter und wurde konkreter. Nachdem mögliche Bedenken ausgeräumt waren, begann man im Jahr 1991 mit „offenen Abenden“ im Rathaussaal von Unterpfaffenhofen, an denen es jeweils einen Vortrag zu einem Thema gab, der für das praktische Leben bedeutsam war. Da jeweils zwischen 30 und 60 Personen kamen, überlegte man, wie man die Arbeit ausbauen könnte. Schließlich führte man im darauffolgenden Jahr eine „Zeltevangelisation“ in der Kreuzlingerstraße durch, die als Beginn der FeG Germering zählt. An zehn aufeinanderfolgenden Tagen fand abends eine gottesdienstähnliche Veranstaltung zu einem alltagsrelevanten Thema statt. Gleich im Anschluss daran begann man damit, auch jede Woche sonntags Gottesdienst zu feiern.

-Wie viele Mitglieder hat die FeG in Germering?

Gegenwärtig hat die Gemeinde 77 Mitglieder. Der Personenkreis, der am kirchlichen Leben teilnimmt und das Gemeindeleben mitgestaltet, beläuft sich auf rund 400. Da man nicht automatisch als Baby getauft wird und dann als Mitglied gezählt wird und auch durch die Taufe nicht automatisch Gemeindemitglied wird, ist die Mitgliederzahl relativ gering.

-Gibt es regelmäßige Gottesdienste?

Gottesdienst wird jeden Sonntag um 11 Uhr gefeiert. Er richtet sich bewusst an alle Generationen. Aus diesem Grund gibt es auch jeden Sonntag parallel zum Gottesdienst für Erwachsene einen Kindergottesdienst für alle Drei- bis 14-Jährigen in drei verschiedenen Altersklassen. Außerdem gibt es einen Eltern-Kind-Raum im Gemeindezentrum, in den der Gottesdienst mit Bild und Ton übertragen wird. Er kann von Eltern mit Kleinkindern und Babys genutzt werden. Dadurch wird gewährleistet, dass man als gesamte Familie zum Gottesdienst kommen kann und alle Generationen auf ihre Kosten kommen. Neben den sonntäglichen Gottesdiensten werden auch an den christlichen Feiertagen Gottesdienste gefeiert.

-Was bietet die FeG sonst noch so an?

Für Kinder gibt es eine Jungschargruppe, für 13- bis 14-Jährige den Biblischen Unterricht, bei dem sich systematisch mit den zentralen Themen des christlichen Glaubens auseinandergesetzt wird. Darüber hinaus gibt es Bibelgesprächsgruppen, Seminare und Workshops, Vortragsreihen, Glaubenskurse, Freizeiten für unterschiedliche Altersklassen, Kinderferienaktionen, Arbeit mit Migranten oder das Repair-Café.

Gottesdienst zum 25-Jährigen

ie Freie evangelische Gemeinde (FeG) hat ihr 25-jähriges Bestehen mit einem Festgottesdienst gefeiert. Mit dabei war auch der erste in Germering angestellte Pastor, Carsten Finger. Er berichtete, dass er die Gemeinschaft unter den Christen immer als etwas besonders Positives erlebt hat und äußerte den Wunsch für die Zukunft, dass sie in enger Verbindung mit Jesus mutig nach vorne schauen mögen. In seiner Predigt verwies Ansgar Hörsting, Präses des Bundes der Freien evangelischen Gemeinden in Deutschland, darauf, dass die Geschichte Gottes mit den Menschen nicht erst jetzt begonnen habe. Er habe auch schon lange vor unserer Zeit gewirkt und wird dies auch zukünftig tun. Was Christen verbinde, sei die Person Jesus Christus

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Unfall bei Überacker: Sturm fegt Laster von Straße - Fahrer in Lebensgefahr
Zwischen Überacker und Einsbach hat sich ein schwerer Unfall ereignet: Der Sturm fegte einen Lastwagen von der Straße. Der Fahrer wurde eingeklemmt und lebensgefährlich …
Unfall bei Überacker: Sturm fegt Laster von Straße - Fahrer in Lebensgefahr
Schock für Grafrather Pfarrverband: Glockenstuhl völlig marode
Der Glockenstuhl in der Grafrather Rassokirche ist völlig marode. Noch ist nicht klar, ob er saniert werden kann, oder ob er neu gebaut werden muss. Bis das entschieden …
Schock für Grafrather Pfarrverband: Glockenstuhl völlig marode
Lebensgefahr durch fliegende Bälle: Golfclub entschärft Schilder
Die Schilder am Olchinger Golfplatz stoßen der SPD-Fraktion im Stadtrat sauer auf. Der Tonfall sei zu scharf, Spaziergänger führe das völlig in die Irre. Der Golfclub …
Lebensgefahr durch fliegende Bälle: Golfclub entschärft Schilder
Allinger Gemeinderat lehnt Sicherheitswacht ab
In Alling wird es keine Sicherheitswacht geben. Einstimmig verwarf der Gemeinderat diese von Vize-Bürgermeister Johann Schröder (CSU) in die Diskussion gebrachte Idee.
Allinger Gemeinderat lehnt Sicherheitswacht ab

Kommentare