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Genehmigen sich vor der Vorführung noch einen Schluck Wasser (v.L.): OB Andreas Haas, Jonny Freifeld, Vera Greif und Roland Schmid. 

Premiere

Dieser Film macht Lust auf Wasser

Germering – Der Dokumentarfilm „Wasser“ der Germeringer Filmemacherin und früheren Merkur-Fotografin Vera Greif ist in der Blackbox der Stadthalle erstmals aufgeführt worden. Die rund 60 Besucher waren begeistert und klatschten minutenlang Beifall.

„Super. Der Film macht Lust auf Wasser,“ war eine der Reaktionen der Premierengäste nach der Aufführung. Es war der Grünen-Landtagsabgeordnete Sepp Dürr, der dies sagte. Er hat indirekt mit dem Film sehr viel zu tun: Zum Auftakt des 18-Minuten-Werkes, das Vera Greif mit Unterstützung ihres Filmpartners Jonny Freifeld im Auftrag der Stadtwerke gedreht hat, wird die wasserschonende Bewirtschaftung der Germeringer Felder thematisiert.

Nach einer Luftaufnahme der Äcker zwischen dem Germeringer See und Nebel kommt Landwirt Andreas Schneider zu Wort und lobt die freiwilligen Vereinbarungen zwischen den Bauern und den Stadträten, die die Qualität des Wassers in den vergangen rund 25 Jahren entscheidend verbessert haben. Initiator dieser Vereinbarungen war der damalige Wasserreferent Sepp Dürr.

Der Film zeigt dann eindrucksvoll und verständlich, wie das Trinkwasser der Stadt gewonnen wird und welchen Weg es macht, ehe es aus den Wasserhähnen kommt. Ein Gang mit Werkleiter Roland Schmidt durchs Pumpenhaus und ein Abstieg in einen Brunnenschacht klärt ebenso auf wie der Besuch des Hochbehälters bei Nebel. Wassermeister Michael Gogl führt ins Innerstes dieses fast mystisch wirkenden Ortes, in den das Wasser gepumpt wird, ehe es dann ins tiefer liegende Germering fließt.

Ein Besuch des Labors Blasy-Busse, das regelmäßig die Qualität des Wassers überprüft, gehört ebenso zu diesem Strang des Films wie der Auftritt eines Zählerablesers der Stadtwerke bei einer Germeringer Familie. Ein zweiter Erzählstrang konzentriert sich auf das Freibad und das Hallenbad. Gerd Felder und Franz Schmatz erklären den Zuschauern, was alles gemacht werden muss auch in technischer Hinsicht, damit die Germeringer ohne Probleme Spaß in den Becken haben können.

Drehzeit ist nur ein Bruchteil der Arbeit

Der Film dauert keine 20 Minuten. Dennoch hat es rund ein Jahr gedauert vom ersten Drehtag bis zur Premiere, wie die Filmemacherin bei der anschließenden Premierenfeier im Nachtasyl der Stadthalle den Besuchern erklärte. Der zeitliche Aufwand teilt sich dabei in etwa so auf: Nur 25 Prozent seien tatsächliche Drehzeit, 35 Prozent gingen für die Planung drauf. Und die restlichen 40 Prozent gehören der so genannten Post-Produktion. Das ist vor allem das, was man früher als Schneiden bezeichnete – die 18 Minuten Film, die der Zuschauer sieht, sind ja nur das Konzentrat aus einem zigfachen an gedrehten Bildern.

Unter den Besuchern waren neben Sepp Dürr und mehreren Stadträten vor allem von CSU und Grünen auch vier Bürgermeister. OB Andreas Haas war als Gastgeber vor Ort. Seine Amtskollene Norbert Seidl (Puchheim), Frederik Röder (Alling) und Peter Münster (Eichenau) waren der Einladung der Stadt gefolgt und durchweg angetan von dem Film. Norbert Seidl gefiel vor allem die Tatsache, dass der Film ohne professionellen Sprecher auskommt: Es kommen nur die Personen zu Wort, die in dem Film eine Rolle spielen. Was so gut rüberkommt, war für die Betroffenen harte Arbeit – sie sind schließlich keine Schauspieler. Bäderleiter Gerd Felder meinte beispielsweise: „Es war die Hölle.“ Franz Schmatz, Technikchef im Freizeitzentrum, sah dies auch so. Wie Felder genoss er aber auch die Anerkennung, der Zuschauer, die immer wieder auf sie zukamen und meinten: „Gut gemacht.“ (kg)

Erste Überlegungen, eine Art Fortsetzung über den weiteren Weg des Wassers wurden von Peter Münster geäußert – er sitzt seit kurzem im Verbandsrat des AmperVerbandes, der auch für Abwasser zuständig ist.

Im Internet

Der Film ist ab sofort im Internet auf www.veragreif.de zu sehen.

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