Das ist der neue Vorstand des Digiclubs (v.l. oben im Uhrzeigersinn): Susanne Freiwald, Jürgen Biffar, Markus Volke, Sylvia Vitz, Stephanie Dambacher, Dorian Schneltzer und Alessandro Giorgi. Nicht im Bild: Martin Rattenberger. repro: Kürzl
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Das ist der neue Vorstand des Digiclubs (v.l. oben im Uhrzeigersinn): Susanne Freiwald, Jürgen Biffar, Markus Volke, Sylvia Vitz, Stephanie Dambacher, Dorian Schneltzer und Alessandro Giorgi. Nicht im Bild: Martin Rattenberger.

Germering

Digiclub will auch Grundschüler ansprechen

  • vonHans Kürzl
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Der Digiclub hat bei einer online durchgeführten Mitgliederversammlung einen neuen Vorstand gewählt. Der Verein will sich künftig verstärkt auch um die digitale Bildung an den Grundschulen kümmern.

Germering – Der knapp 70 Mitglieder starke Verein, der junge Menschen für Technik und die digitale Welt begeistern will, steht finanziell auf einer soliden Basis. Zwar verzeichnete man für 2020 einen Verlust von knapp 3100 Euro. Dies ist aber darauf zurückzuführen, dass man etwa bei den Online-Camps auf Teilnehmergebühren verzichtete, die Referenten und Dozenten aber bezahlte. „Wir werden auch aus 2021 gut herauskommen“, so der Vorsitzende Jürgen Biffar mit dem Verweis auf den Kassenstand von 17 100 Euro.

Neben dem Sommerferien-Programm, das aktuell unter anderem Zwei-Tages-Technikcamps enthält, will der DigiClub verstärkt in Richtung Grundschulen und Kindergärten aktiv werden. Da allerdings musste die neu gewählte Jugendreferentin Susanne Freiwald einräumen, dass bisher noch nicht das erhoffte Tempo aufgenommen werden konnte.

Angedacht ist, eine so genannte Lego Education an den Grundschulen der Stadt zu etablieren. Darin soll eine Art Baukasten mit naturwissenschaftlichen Inhalten den dritten und vierten Klassen zur Verfügung stehen. Dass da noch gebremst wird, liegt laut Freiwald an der Pandemie: „Da haben die Grundschulen gerade wenig Nerv, sich mit Neuerungen zu befassen.“ Deswegen sei auch die Idee, Mädchen und Buben bereits im Kindergartenalter für Technik zu begeistern, noch nicht über das Stadium der Konzeptentwicklung hinausgegangen, erklärte sie bei der Versammlung.

Weiter in Schwung gehalten werden soll dagegen die Laptop-Börse. Die soll Schülerinnen und Schüler aus einem sozial schwächeren Umfeld den Zugang zu diesen Geräten und damit eine vernünftige Teilhabe am Unterricht ermöglichen. Dabei werden Laptops genutzt, die bei Firmen in aller Regel nach drei Jahren steuerlich abgesetzt sind.

Viele dieser Geräte seien aber technisch noch einwandfrei nutzbar, wie neben Biffar ebenso Schulvertreter Volke und Wirtschaftsvertreter Schneltzer, bestätigten. Die gebrauchten Laptops sollen neu konfiguriert und gegen eine Jahres-Leihgebühr von 25 Euro für Schulzwecke nutzbar gemacht werden. „Welche Geräte geeignet sind, werden wir zeitnah definieren“, kündigte Biffar an. Das Ziel des DigiClubs sei, bis zum November 50 Laptops auf diese Weise in Umlauf zu bringen.

Ebenfalls verstärkt werden soll die Mitgliedergewinnung. Aktionen wie das Zusammenbauen eines Power-PCs, Website-Workshops oder die Entwicklung eines Schokoladen-3-D-Druckers sollen mit helfen mehr Aufmerksamkeit für den Club zu entwickeln.

Informationen

Wer mehr über den Digiclub erfahren will, kann ihn im Internet unter www.digiclub-germering.de besuchen.

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