Jubiläum

Ein halbes Jahrhundert SV Germering

Der SV Germering bietet genau 13 Sportarten an. Im 50. Jahr seines Bestehens sieht man das als Glückszahl und solide Basis für die Zukunft.

Germering – Einer wie Sigi Broschei packt gerne an. Der kommissarische Präsident des SV Germering fühlt sich in der Fraktion der Tatkräftigen wohler als in der der Repräsentanten. So ist es durchaus eine Erwähnung wert, dass er im Anzug auftritt. Das freilich ist einem besonderen Anlass geschuldet. Denn genau 50 Jahre nach seiner Gründung am 12. Januar 1968 hat der SV Germering seine Jubiläumsfeier angesetzt. Der kleine, aber feine Rahmen passt zu Broschei ebenso wie zum Verein. „Es hat sich hier sehr viel gut entwickelt, sportlich wie menschlich“, sagt der amtierende Präsident. Das lasse zufrieden in die Zukunft blicken.

Der Blick ein halbes Jahrhundert zurück fügt sich in dieses Bild. Die Brücke dazu bauen die fünf noch aktiven beziehungsweise lebenden Gründungsmitglieder Rudolf Geiger, Manfred Hiller, Albert Metz, Engelbert Meyer und Helmut Riedel. Auch ihnen liegt das Anpacken, das Broschei pflegt.

„Wir wollten für Germering einen eigenen Leichtathletikverein“, erzählt Hiller von der Motivation der Vereinsgründung. Der TSV war im damals noch eigenständigen Unterpfaffenhofen präsent, Germering sollte ein Gegenstück dazu bekommen. Metz gehörte mit zu den treibenden Kräften, die auch beim damaligen Germeringer Bürgermeister Josef Kistler auf offene Ohren stießen. Auch Jakob Fritz, der damalige Vorsitzende des TSV Unterpfaffenhofen, habe keine Widerstände geleistet.

Die Idee zu einem eigenständigen Verein fiel in eine Zeit, in der viel Neues entstand – so wie das Max-Born-Gymnasium in unmittelbarer Nachbarschaft zum SVG. Für dessen Sportler war das kein Nachteil. „Wegen der Schule haben wir auch sehr schnell ein eigenes Stadion bekommen“, erzählt Hiller. Auf eine eigene Halle wartet man beim SVG allerdings bis heute.

Dass dessen Wettkampfanlagen und der Fußballplatz andere Sportarten ebenso angezogen hätten, habe dem Zug der jeweiligen Zeit entsprochen, so Hiller. „Wir haben uns immer bemüht, die Türen für Neues und Nischen offenzuhalten“, so Hiller. Das sei durch die Jahrzehnte hindurch ein gutes verbindendes Element gewesen. So fanden etwa Fechter und Ringer, aber auch BMX-Fahrer und Beach-Volleyballer beim SVG ihre sportliche Heimat. Aktuell rund 2800 Mitglieder teilen dieses Gefühl.

„Der Verein ist für viele ein guter Kommunikationspunkt“, erkannte auch OB Andreas Haas. Als ein Beispiel nannte er die Fußballabteilung, in der sich 90 Kinder aus 26 Nationen zusammengefunden hätten: „Beim SVG weht wahrer Sportsgeist.“

Dazu hat auch Eberhard Röll beigetragen, der den Verein zwischen 2000 und 2017 führte. Im Rahmen der Jubiläumsfeier wurde Röll zum Ehrenpräsidenten ernannt. In seine Zeit fällt unter anderem die Vorgabe, dass man bei aller Förderung des Breitensports sich gleichermaßen dem Leistungsgedanken stelle. Allerdings müsse dies jede Abteilung selbst stemmen – auch in finanzieller Hinsicht. Darauf kann einer wie Broschei aufbauen: mit Tatkraft und Weitblick. (hk)

Zum Jubiläum

erscheint voraussichtlich im Mai eine eigene Broschüre. Die Jubiläumsfeiern sind vom 8. bis 10. Juni eingeplant. Das Jubiläum wird von einem Logo begleitet, das von Mitglied Larisssa May (20) entworfen wurde.

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