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Aus is: Unitas-Chef Werner Cröniger auf der Anlage an der Schmiedstraße, die 60 Jahre lang Heimat des TC Unitas war. 

TC Unitas Germering

Ein Verein feiert und löst sich auf

Obwohl die Auflösung beschlossene Sache ist, feiert der Tennisclub TC Unitas trotzdem noch sein 60-jähriges Bestehen. Es soll ein fröhlicher Abschied werden.

Germering – „Wir haben sogar einen Festausschuss gegründet.“ Trotz der für Herbst feststehenden Auflösung des TC Unitas will dessen Vorsitzender Werner Cröniger keine Trübsal aufkommen lassen. „Es hat ja auch viele schöne Zeiten gegeben. Und daran wollen wir uns erinnern.“ Und so wird am 4. August auf dem an der Schmiedstraße liegenden Sportgelände noch einmal kräftig gefeiert werden.

OB Andreas Haas ist eingeladen und auch eine Musikband soll organisiert werden. Außerdem wird über einen Caterer nachgedacht, der für die Verpflegung sorgen soll. Cröniger wünscht sich, dass am ersten Samstag im August auch das Wetter jedes kleinste Wölkchen vertreiben wird, das Wehmut aufkommen lassen könnte. Und selbst da hat der TC Unitas in Sachen Fröhlichkeit einen Plan B bereits in der Tasche. „Dann stellen wir eben ein Zelt auf“, haben sich Cröniger und der Festausschuss bereits festgelegt.

Seit gut zwei Jahren bereits konnten sich die Tennisspieler des TC Unitas auf die Auflösung vorbereiten. Schon damals wusste man, dass der Erbbauvertrag für das Vereinsgelände zum 31. August auslaufen wird. „Ich will den Mitgliedern nichts vormachen“, hatte sich der Vorsitzende bereits damals Wert darauf gelegt, alles rechtzeitig gerichtet zu haben. Daran hat sich bis heute nichts geändert. „Ich habe nicht darauf gewartet, dass noch einmal etwas passiert, was Hoffnung machen könnte“, zeigt sich Cröniger als Realist.

So wird er zusammen mit immerhin noch 80 Unitas-Gefährten der Auflösung entgegen gehen. „Da sind immerhin noch 40 aus dem Jugendbereich dabei.“ Die Freude und der Stolz darüber, dass gerade von der ganz jungen Generation eine ganze Menge bis zum letzten Ballwechsel bleiben wollen, ist Cröniger deutlich anzumerken.

Denn die älteren Generationen haben sich bereits zu anderen Vereinen hin orientiert. Wer in der Altersklasse der 25- bis 55-Jährigen spielt, ist größtenteils zum TC Kreuzlinger Forst, zum TC Puchheim oder zum SV Germering gewechselt. „Erst die über 60-Jährigen sind dann wieder bei uns geblieben.“ Der noch amtierende Unitas-Vorsitzende muss fast ein wenig schmunzeln, als er das erzählt.

Doch auch die Eisernen unter den Unitas-Mitgliedern werden sich ab Herbst eine neue sportliche Heimat suchen müssen. Man werde sich dem TC Kreuzlinger Forst anschließen, kündigt Cröniger an. Mit ganz leeren Händen wird man nicht kommen. Man werde etwas von dem Equipment und den Gerätschaften einbringen. „Aber unser Verein wird dann in den anderen aufgehen“, nimmt Cröniger das Amtsdeutsch zu Hilfe.

Vor der Auflösung wird Unitas noch eine sportliche Abschiedsvorstellung geben. Denn man ist mit den Kreismeisterschaften bei Jugend und Erwachsenen betraut worden. „Das ist doch ein schöner Schluss“, so Cröniger, der selbst auf gut 30 Jahre Funktionärstätigkeit zurückblickt.

Seit 1958 hatte es beim TC Unitas „Spiel, Satz und Sieg“ geheißen. Der lateinische Name sollte Einigkeit symbolisieren. „Damit soll das Zusammengehörigkeitsgefühl zwischen Unterpfaffenhofen und Germering unterstrichen werden“, hatte es im Gründungsprotokoll geheißen. (hk)

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