Eishockey-Bayernliga

Wanderers müssen am Sonntag Nachsitzen

Die Bayernliga wackelt! Die Eishockey-Wanderers müssen nun ernsthaft um den Klassenerhalt zittern. Nachdem sie das Hinspiel vor einer Woche in Bad Kissingen noch gewonnen hatten, wurden sie am Freitagabend eiskalt erwischt: 3:8 verloren die Germeringer ihr Heimspiel und zittern nun am Sonntag, 18 Uhr, vor dem entscheidenden Match im äußersten Norden Bayerns.

Germering – Eigentlich schien nach dem 4:3-Hinspielsieg alles nur eine Formsache zu sein. Doch nun flattern die Nerven bei den Wanderers. Den Heimvorteil nicht genutzt, und jetzt auch noch das entscheidende Match vor erneut fremder Kulisse. Nach der Pleite deutet alles darauf hin, dass die Germeringer künftig auf Augenhöhe mit dem einzigen regionalen Konkurrenten spielen: In der Landesliga – tiefer geht’s fast nimmer, denn darunter gibt’s nur noch eine weitere Spielklasse – an der Seite des EV Fürstenfeldbruck.

Das Schicksal entscheidet sich erst beim letztmöglichen Saisonspiel am Sonntag. Nachdem nun beide Teams je einmal gewonnen haben, muss eine dritte Partie diese Entscheidung bringen. Die Freude über die rund 550 Zuschauer am Freitag ist damit auch getrübt. Die Einnahmen vom Freitag dürften durch die neuerliche 325 Kilometer lange Fahrt mehr als aufgezehrt werden.

Nach anfänglichem Abtasten begann die Partie am Freitagabend für die Wanderers wie das Hinspiel mit einer kalten Dusche. Nach elf Minuten erzielten die Franken die Führung. Zuvor hatten die Germeringer Hausherren zwei Überzahlsituationen ungenutzt verstreichen lassen. In dem weitgehend ausgeglichenen Durchgang schien ein Doppelschlag die Wende zu bringen. Innerhalb von nur 30 Sekunden brachten Kapitän Markus Koch in Überzahl und J.C. Cangelosi mit einer starken Einzelaktion die Wanderers mit 2:1 in Führung. Doch der Jubel war noch nicht verklungen, da nutzten die Gäste eine Unachtsamkeit der Germeringer Abwehr zum 2:2 kurz vor der ersten Pause.

Auch im zweiten Drittel war von einem Klassenunterschied nichts zu sehen. Im Gegenteil: Der Landesliga-Vizemeister aus Bad Kissingen übernahm mehr und mehr das Kommando. Wanderers-Torhüter Severin Dürr stand öfter im Mittelpunkt als ihm lieb sein konnte. In der 30. Minute war er dann aber machtlos, als die Gäste freistehend einschießen konnten. Und es sollte noch schlimmer kommen: 180 Sekunden später klingelte es erneut. Und eine halbe Minute vor der zweiten Pause erhöhten die Gäste sogar auf 5:2. Nur Dürr war es zu verdanken, dass das Debakel im Mitteldrittel nicht noch deftiger ausfiel.

Den endgültigen Todesstoß bekamen die Wanderers genau zwei Minuten nach dem Wiederbeginn und ihren Torrausch fortsetzten. Der dritte Germeringer Treffer von Franz Böck war lediglich noch Ergebnis-Kosmetik.

Andreas Daschner

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