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Eltern verbittert über Kindergarten-Ende

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Diesen Kindergarten gibt es bald nicht mehr.
Diesen Kindergarten gibt es bald nicht mehr. © hk

Der Unmut der betroffenen Eltern über die angekündigte Schließung des kirchlichen Kindergartens St. Cäcilia ist groß. Die Hoffnung, die Kirche noch zum Einlenken zu bewegen, ist aber sehr gering.

Germering – „Es ist uns vermittelt worden, dass die Entscheidung endgültig ist.“ So fasst Tanja Sax das Ergebnis des Elternabends am Donnerstag zusammen, dessen Verlauf sie als sehr emotional beschreibt. Enttäuschung und Frustration, vor vollendete Tatsachen gestellt worden zu sein, seien bei den knapp 40 anwesenden Eltern zu spüren gewesen zu sein.

„Damit ist das Thema wohl durch“, zieht Tanja Sax für sich inen Schlussstrich. Sie ist als Mutter seit sieben Jahren dem Kindergarten verbunden, dort auch ehrenamtlich engagiert, aktuell im Förderverein. Zudem ist sie, wie viele andere Eltern auch, von der totalen Kompromisslosigkeit des Kindertagesstätten-Verbundes der Stadtkirche und des Ordinariats sehr enttäuscht.

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Keiner der Vorschläge habe Anklang gefunden. Über die Idee von Oberbürgermeister Andreas Haas, dass die Stadt den Kindergarten juristisch weiterführen könnte, wurde nur ansatzweise diskutiert. Ebenso war darum gebeten worden, den Kindergarten wenigstens noch ein Jahr länger fortzuführen. „Um die Chance zu bekommen, sich vernünftig und auch kindgerecht auf die Situation einstellen zu können“, so Sax. „Aber da gab es keine Chance“, erklärt sie frustriert.

Nachteile beim Wechsel

Das kommende Betreuungsjahr wäre für sie als Elternteil das letzte im Kindergarten von St. Cäcilia – mit all den Vorteilen einer Einrichtung, die mit Kindern fußläufig zu erreichen ist. Wer nun ab Herbst in den Kindergarten St. Martin wechsle, wird Nachteile in Kauf nehmen oder einen andern Platz suchen müssen. Zudem sieht Sax einen sozialen Aspekt. Die ältesten Kinder würden mit ihren Freunden oft in die gleiche Grundschule gehen. „Jetzt werden Bindungen ohne Not auseinandergerissen.“

So ähnlich klingt es in einem vom Elternbeirat verbreiteten Flyer. „Der Umzug ans andere Ende der Stadt ist eine unzumutbare Belastung“, heißt es da. Der Kampf um ausreichend Kindergartenplätze sei auf den Kopf gestellt. Deswegen wurde eine Online-Petition gestartet, auch über Instagram und Facebook wendet man sich an die Eltern. In ihrem Aufruf, der sich auch an das Ordinariat richtet, wird dies so ausgedrückt: „Wenn unser Träger eine Schließung ausführt, wird der nächste Träger es auch tun.“

Flohmarkt abgesagt

Der Elternbeirat des Kindergartens St. Cäcilia wollte eigentlich am Samstag, 7. Mai, nach langer Zeit wieder einmal einen Flohmarkt für Sachen rund ums Kind durchführen. Der Erlös hätte dem Kindergarten zukommen sollen. Dieser Markt ist jetzt abgesagt worden. Der Kindergarten braucht kein Geld mehr.

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