Beim Thema Windkraft tut sich wenig. Foto: dpa
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Die Stadt ist dabei, einen Energienutzungsplan (ENP) aufzustellen. (Symbolfoto)

Bauamts-Ingenieur stellt die Arbeiten vor

Energienutzungsplan: Germering will klimafreundlicher werden

  • Klaus Greif
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Die Stadt Germering ist dabei, einen Energienutzungsplan (ENP) aufzustellen.

Germering – Er soll zu einem nachhaltigen Umgang mit Ressourcen führen, verstärkte Maßnahmen für Klimaschutz erreichen und die kommunale Energiewende forcieren. Federführend mit der Aufstellung des ENP betraut ist Andreas Robrecht. Der Bauingenieur ist seit April im Bauamt angestellt und geradezu prädestiniert für seine aktuelle Aufgaben: Er war früher am Bayerischen Zentrum für angewandte Energieforschung tätig. Im Umwelt- und Stadtentwicklungsausschuss stellte Robrecht jetzt den Stand der Dinge vor.

Grundlage der Planaufstellung ist laut Robrecht eine Bestandsaufnahme aller städtischen Gebäude. Dabei wird unter anderem ein Wärme-Kataster erstellt, der Ist-Zustand der Erzeugungsanlagen geprüft und der Wärme- und Strombedarf sowie die CO2-Emmisionen bilanziert. Aus den gewonnenen Daten wird eine Prognose des Bedarfs für 2034 entwickelt.

Mehrphasige Untersuchung

In einer zweiten Phase analysiert Robrecht, welches Potential die Stadt bei der Erzeugung regenerativer Energien hat. Er untersucht dabei die Möglichkeiten von PV-Anlagen auf Dächern und Freiflächen ebenso wie die Oberflächen und Tiefengeothermie, Biomasse und Kraftwärme-Kopplungs-Anlagen. Die Windkraft spielt dabei keine Rolle mehr.

Anschließend folgt die Planung konkreter Schwerpunktprojekte. Robrecht nannte unter anderem den Ausbau des Nah- und Fernwärmenetzes, die Quartiersversorgung des Kreuzlinger Feldes, die Infrastruktur für E-Mobilität und den Aufbau eines Niedertemperatur-Netzes.

Förderung durch den Freistaat

Die Aufstellung von Energienutzungsplänen wird vom Freistaat gefördert. Der Antrag ist bereits gestellt. Das bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie übernimmt dann 70 Prozent der Kosten. Das Stadtbauamt schätzt diese auf rund 50 000 Euro. Mit einer Zusage des Freistaats wird noch im Dezember gerechnet. Dann kann im Januar mit einer Ausschreibung der notwendigen Leistungen begonnen werden.

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