+
Gegen den Bau des futuristisch anmutenden Geschäftshaus auf dem Areal des früheren Autohauses Morigl haben nördlichen Nachbarn geklagt.

An der Landsberger Straße

Erster Gerichtstermin am Morigl-Areal

  • schließen

Germering - Die Bebauung des seit Jahren brachliegenden Areals des früheren Autohauses Morigl an der Landsberger Straße hängt immer noch in der Luft.

Am 7. April wird vor Ort eine von zwei Gerichtsklagen gegen das Bauvorhaben verhandelt.

Der Allinger Bauunternehmer Thomas Vilgertshofer will auf dem Grundstück an der Einmündung der Münchner in die Landsberger Straße einen futuristisch anmutenden sechsstöckigen Neubau errichten. Im Haus sollen Büros, Geschäfte und ein Restaurant unterkommen. Im Oktober 2013 billigte der Stadtrat den eigens dafür geänderten Bebauungsplan. Im Jahr 2014 wurde auch der Bauantrag Vilgertshofers, der die Vorgaben des Bebauungsplanes einhält, genehmigt.

Der Neubau stand allerdings von Anfang an in der Kritik der nördlichen Anwohner an der Münchner Straße: Sie befürchten, dass das Haus ihre Grundstücke und Häuser unverhältnismäßig verschatten würde. Klage reichte dann aber ein Anwohner der Landsberger Straße ein. Er strengte zunächst beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof ein Normenkontrollverfahren gegen den Bebauungsplan an. Gegen die später erteilte Baugenehmigung legte er dann auch noch Klage beim Verwaltungsgericht ein.

Nach den Osterferien nimmt die 11. Kammer des Verwaltungsgericht das heruntergekommene Gelände in Augenschein. Verhandelt wird dann über die Klage gegen die Baugenehmigung. Die weiterführende Normenkontrollklage ist dagegen noch immer nicht entschieden.

Sowohl Vilgertshofer als auch die Stadt gingen ursprünglich davon aus, dass das Normenkontrollverfahren spätestens Ende 2015 entschieden worden sei – daraus wurde aber nichts. Stattdessen flatterten jetzt der beklagten Stadt jetzt ein Termin für die Entscheidung des Verwaltungsgerichts ins Haus: Am Donnerstag, 7. April, trifft sich die 11. Kammer des Gerichts zu einem Augenschientermin am frühere Autohaus, das bekanntlich vor sich hingammelt. Vilgertshofer ist als Betroffener beigeladen.

Vilgertshofer wundert sich in einer ersten Reaktion über diesen Termin. Es ist für ihn nicht nachvollziehbar, warum über den Bauantrag geurteilt werde, wenn über die weitergehene Normenkontrollklage noch gar nicht entschieden sei. Er lasse sich vor Ort aber gerne überraschen. Von seiten der großen Kreisstadt war eine ähnliche Reaktion zu hören, die aber nicht näher ausgeführt wurde. Grund: Der Rechtsanwalt der Stadt befindet sich derzeit in Osterurlaub.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Großes Kino mit Happy End
Vorhang öffne dich! Nach dreieinhalb Jahren öffnet nächsten Freitag das legendäre und denkmalgeschützte Lichtspielhaus wieder seine Pforten. Das Tagblatt hat schon mal …
Großes Kino mit Happy End
Baustelle und Verkehr ärgern die Grafrather
Der Verkehr war das Hauptthema bei der Grafrather Bürgerversammlung. Rund 100 Personen waren im Bürgerstadel erschienen. Die Wortmeldungen drehten sich vor allem um die …
Baustelle und Verkehr ärgern die Grafrather
Asylbewerber in Abschiebehaft
Immer wieder wird beklagt, dass Abschiebungen wegen laxer Regeln nicht vollzogen werden. Jetzt wurde ein abgewiesener Flüchtling in Bruck ganz im Gegenteil zur sonstigen …
Asylbewerber in Abschiebehaft
Streit um Polizeiwache: CSU wendet sich gegen Landtags-Vize
Der Gemeinderat ist sich einig: die Polizeiinspektion Gröbenzell soll im bisherigen Zuschnitt erhalten bleiben. 
Streit um Polizeiwache: CSU wendet sich gegen Landtags-Vize

Kommentare