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Germering

Erster Teil des Schulausbaus fast fertig

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Das 35-Millionen-Euro-Projekt Erweiterung und Sanierung der Wittelsbacher- und Theresenschule nimmt Formen an. Die Theresen-Grundschule kann schon im September ihre neuen Räume beziehen. Im Mittelschul-Trakt sind die zwei neuen Sporthallen und die so genannte Betreuungsbrücke im Rohbau fertig.

Germering – Vor gut zwei Jahren haben die Arbeiten auf dem Schulareal mit dem Abriss der alten Sporthalle und des Lehrschwimmbeckens begonnen. Mittlerweile ist das neue Bild des Schulareals an der Wittelsbacherstraße schon deutlich wahrnehmbar. Bei einem Rundgang erklärte Architekt Peter Oppenheimer OB Andreas Haas und Stadträten den Stand der Arbeiten: „Wir liegen im Zeitplan.“ Claudia Müller, die als Konrektorin der Theresenschule die Arbeiten täglich hautnah erlebt, war trotz aller Auswirkungen auf den Schulbetrieb jetzt schon begeistert vom Neubau: „Danke für das Geld ausgeben,“ sagte sie zu OB Haas.

Lichtkamine

Die Grundschule wird schon zum neuen Schuljahr die neuen Räume beziehen können. Der Anbau an der Nordseite des Gebäudes hat der Schule eine völlig neue Struktur gegeben. Das alte Treppenhaus im Ostteil des Hauses gibt es nicht mehr. Auch die frühere Außenwand ist im Bereich zur benachbarten Mittelschule hin entfernt worden – allerdings nicht völlig: Aus Gründen der Statik sind laut Oppenheimer Teile der Mauer stehen geblieben. Sie geben dem Besucher jetzt schon das Gefühl, in einer Art Säulenhalle zu wandeln.

Ins Staunen kamen die Baustellengäste hier vor allem über ein neuartiges Beleuchtungssystem: Mit so genannten Lichtkaminen wird Tageslicht in den Neubaubereich geleitet. Die meterhohen, glänzenden Metallröhren werden am Deckenende mit einem Prismenaufsatz abgeschlossen, der an ein Insektenauge erinnert. Das hier ankommende Sonnenlicht wird so stark gebündelt, dass es beim direkten Hinsehen blendet.

Betreuungsbrücke

Die Erweiterung des Mittelschul-Komplexes ist noch nicht ganz so weit. Die zwei Sporthallen, die die abgerissene alte Halle ersetzen, sind mittlerweile aber schon über den Rohbau hinaus gekommen. Hier, wie auch bei der so genannten Betreuungsbrücke, die über den Hallen längs zur Wittelsbacherstraße verläuft, wird schon der Einbau der Haustechnik vorbereitet. Für die Belüftungssysteme wurden eigens zusätzliche Räume geschaffen, die unterhalb des normalen Kellerniveaus liegen. Die Hallen selbst befinden sich auch schon einige Meter unterhalb des Straßenniveaus. Ausreichend Tageslicht ist durch große Fensterflächen gesichert.

Die Hallen werden von einem Bau überspannt, unter dem man zum hinteren Teil der Schule durchgehen kann – deswegen der Name Brücke. Auf zwei identischen Ebenen entstehen hier Räume für die Mittagsbetreuung, ein Familienzentrum und weitere Klassenzimmer. Wenn die Betreuungsbrücke wie geplant mit den Hallen zum Schuljahr 2020/21 fertig ist, ziehen hier aber vorerst die Mittelschüler ein. Sie verlassen das alte Schulhaus, das dann im zweiten Bauabschnitt des Projekts saniert werden kann. Erst wenn 2022 alles fertig ist, können die Betreuungseinrichtungen in die Räume.

Kostenentwicklung

In den Gesamtkosten von rund 35 Millionen Euro sind laut OB Haas die bisherigen Kostensteigerungen schon berücksichtigt. Ob das Geld letztlich reicht, steht aber in den Sternen. Denn die florierende Baukonjunktur hat die Preise weiter in die Höhe getrieben. Laut Stadtbaumeister Jürgen Thum hat die Stadt deswegen vor kurzen mehrere Ausschreibungen für Gewerke stoppen müssen, weil die Angebote den vorgegebenen Kostenrahmen weit überstiegen haben. Jetzt muss man die neue Ausschreibung abwarten.

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