So soll das Hallenbad nach der Erweiterung und Sanierung aussehen.

Werkausschuss

Erweiterung des Hallenbads wird teurer

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Die Erweiterung des Hallenbades wird um mindestens 180 000 Euro teurer als geplant. Grund: Wegen der Komplexität des Vorhabens muss die Stadt einen sogenannten Bauherren-Vertreter als Projektsteuerer beauftragen.

Germering– Die Erweiterung des Hallenbades um ein Lehrschwimmbecken und einen Kleinkinderbereich sowie die zusätzliche Sanierung des Bestandes wird langsam konkret. Das beauftragte Münchner Büro „Seifert Hugues Architekten“ ist in die Detailplanung eingestiegen, Ende des Jahres wird wohl mit dem rund zwei Jahre dauernden Bau begonnen. Weil das Projekt komplexer ist als üblich, beauftragt die Stadt jetzt einen Bauherren-Vertreter. Der Werkausschuss hat diese Vorgehensweise ohne große Diskussion gebilligt.

Werkleiter Roland Schmid begründete den Schritt mit der Verzahnung von Neubau und Sanierung sowie der Vorgabe, das Hallenbad möglichst an das Fernwärmenetz der Stadt anzuschließen. Grundsätzlich könnte ein Vertreter des Bauamtes als Projektsteuerer agieren, erklärte Schmid. Allerdings habe Stadtbaumeister Jürgen Thum zu verstehen gegeben, dass er derzeit keinen Mitarbeiter dafür abstellen könne.

Die Stadtwerke selbst verfügen über keine Hochbau-Experten, ergänzte OB Andreas Haas. Man habe deswegen im Vorfeld hin und her überlegt und sei zu dem Schluss gekommen, dass ein Bauherren-Vertreter die beste Lösung sei.

Dies verursacht der Verwaltung zufolge Mehrkosten in Höhe von geschätzt 180 000 Euro. Bei dieser Größenordnung ist noch keine europaweite Ausschreibung notwendig. Die Stadtwerke haben deswegen drei einschlägige Büros um Abgabe eines Angebotes gebeten. Im Beschluss wird zudem ausdrücklich festgehalten, dass das Honorar 200 000 Euro nicht überschreiten darf.

Sportreferent Robert Baumgartner (SPD) äußerte den Wunsch, dass man das Projekt mit dem Neubau beginnen solle. So könne die Beeinträchtigungen für die Vereine möglichst gering gehalten werden. Das sei leider nicht möglich, antwortete OB Haas. Grund: Neubau und Sanierung könne man nicht trennen, es greife alles ineinander. Das Ziel sei aber natürlich, so zügig wie möglich zu arbeiten. Allerdings müsse dies vom Projektsteuerer koordiniert werden.

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