So sieht die Erweiterung der Kerschensteiner Schule aus: Ein zweigeschossiger Neubau auf Stelzen (vorne M.) schafft Raum für acht neue Klassen. Auf der neuen Turnhalle (oben r.) entstehen neue Räume für die Ganztagesbetreuung und eine Hausmeisterwohnung.

Germering

Erweiterung der Kerschensteiner Schule kann beginnen

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 Schon in wenigen Monaten wird mit der Erweiterung der Kerschensteinerschule begonnen. 

Germering– Zunächst wird das bestehende Hausmeisterhaus abgerissen, dann geht es im Mai mit dem Aushub für eine neue Turnhalle und den Arbeiten am neuen Anbau weiter. Zum Schuljahr 2021/22 soll alles bezugsfertig sein.

Diesen Zeitplan präsentierten die Vertreter des Architekturbüros Köhler am Dienstag im Umwelt-, Planungs- und Bauausschuss. Sie stellten dabei auch die endgültigen Pläne vor, die einstimmig gebilligt wurden. Das Gesamtprojekt kostet rund 9,5 Millionen Euro. Die Stadt rechnet aber auch mit Fördermitteln des Freistaats in Höhe von rund 3,7 Millionen Euro.

Das Gautinger Architekturbüro Köhler ist mit der Kerschensteiner Schule bestens vertraut – es war für die Erweiterung und Generalsanierung der Schule verantwortlich, die von 2009 bis 2014 über die Bühne ging. Die nochmalige Erweiterung ist aus Sicht von Schulleiterin Claudia Frisch notwendig, weil die Zahl der Schüler seit 2011 ständig gestiegen ist. Die Regierung von Oberbayern hat dies bestätigt. Sie geht von einem Bedarf von insgesamt 25 Klassen und zwei Sporthallen aus.

Das Schwierige an den Erweiterungspläne war die Tatsache, dass das Schulgelände schon dicht bebaut ist. Einen ersten Vorentwurf hatten die Architekten vor einem Jahr vorgestellt. Jetzt präsentierten Volker Müller und Burkhard Basner den Lösungsvorschlag, der umgesetzt wird.

Demnach wird im nordwestlichen Bereich der Schule an der Theodor-Heuss-Straße ein zweigeschossiger Neubau errichtet, der quasi auf Stelzen steht. In ihm entstehen acht neue Klassenzimmer und weitere Räume für moderne Unterrichtsgestaltung. Für den Neubau muss allerdings das jetzige Hausmeisterhaus abgerissen werden. Der neue Zugang zur Schule führt unter dem Neubau durch. Er soll auch mit neuen Bepflanzungen ansprechender und einladender als bisher gestaltet werden.

Die neue Sporthalle wird am nordwestlichen Eck des Areals hingestellt. Sie wird in die Erde gesetzt und kann deswegen nach oben um ein weiteres Geschoss erweitert werden. Hier werden unter anderem neue Räume für die Ganztagsbetreuung untergebracht. Die neue Hausmeister-Wohnung sitzt ebenfalls auf dem Dach der Halle, und zwar auf dem Bereich hin zur Kerschensteinerstraße.

Eine weitere Aufstockung des Sporthallen-Traktes ist laut Architekt Basner nicht möglich – die von Sportreferent Robert Baumgärtner (SPD) gewünschte Verlegung des Dojo-Trainingsraums aus dem Keller der Schule nach oben ist deswegen nicht möglich. Auch ein von Barbara Hagmann (Grüne) angeregter Dachgarten für den Hausmeister kann nicht realisiert werden. Allerdings werden laut Basner sämtliche neuen Flachdächer begrünt.  kg

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