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Ex-Model lebt in Germering und schreibt

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Von: Ulrike Osman

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Gut gelaunt stellte Monica Meier-Ivancan (l.) ihr neues Buch in der Buchhandlung Lesezeichen vor. Sehr zur Freude der beiden Inhaberinnen Helen Hoff (Mitte) und Katrin Schmidt (r.).
Gut gelaunt stellte Monica Meier-Ivancan (l.) ihr neues Buch in der Buchhandlung Lesezeichen vor. Sehr zur Freude der beiden Inhaberinnen Helen Hoff (Mitte) und Katrin Schmidt (r.). © Peter Weber

Als Model ließ Monica Meier-Ivancan – bekannt als erste „Bachelorette“ und mehrjährige Partnerin von Oliver Pocher – keine Diät aus. Heute ist sie kein Fan von Verzicht mehr.

Germering – Die 44-Jährige lebt mit Mann und Kindern in Germering, schwört auf basische Ernährung und hat zu diesem Thema ein eigenes Kochbuch geschrieben.

Ähnlich wie Claudia Schiffer, die in der Disco entdeckt wurde, kam auch für Monica Meier-Ivancan der Karrierestart als reiner Zufall daher. Sie wurde auf der Straße angesprochen, ob sie nicht Lust hätte, es mal mit Modeln zu probieren. Die gebürtige Stuttgarterin war noch ein Teenager und nach eigener Aussage eine 1,80 Meter große Bohnenstange, der die kroatische Großmutter gerne predigte, sie solle doch mehr essen – sie sei ja viel zu dünn. Die Eltern bestanden darauf, dass sie ihre Ausbildung als Groß- und Außenhandelskauffrau abschloss. Das tat Meier-Ivancan auch, doch erste Shootings liefen bereits nebenher und brachten an einem Tag so viel ein wie ihre Lehre im ganzen Monat.

Mit Anfang 20 ging sie nach Italien – und musste sich dort von einem Agenturchef sagen lassen, dass sie für ein Model noch zu füllig sei und abnehmen solle. Vier Kilo müssten noch runter. „Ich fand das damals überhaupt nicht schlimm“, erinnert sich Meier-Ivancan. Dass hier ein falsches, ungesundes Frauenbild propagiert wurde, vor dem sie heute jedes junge Mädchen warnen würde – das erkannte sie erst später.

Eiserne Disziplin

Fortan ließ sie eiserne Disziplin walten, um in die kleinsten Kleidergrößen zu passen. Sie probierte alles aus, von der reinen Eiweiß-Kost bis zum Intervallfasten. Mit Anfang 30 quittierte ihr Körper das ständige Ungleichgewicht mit einer Schilddrüsenunterfunktion. „Da habe ich gemerkt, dass mein Lifestyle dem Körper nicht guttut“, sagt Meier-Ivancan.

Zur basischen Küche führte sie eine witzige Begebenheit. Nach einem Streit mit ihrer Schwester sah sie im Schaufenster einer Apotheke ein Werbeplakat mit der Aufschrift: „Willst du nicht mehr sauer sein?“ Das habe sie angesprochen, erzählt Meier-Ivancan. „Ich bin rein und wollte schauen, was da beworben wurde. Es war ein Basenbad.“ Sie verließ die Apotheke mit dem Badezusatz und zwei Prospekten.

Positive Erfahrungen

Inzwischen hat sich die Mutter zweier Kinder (acht und fünf Jahre) zur Ernährungsberaterin weitergebildet. Mit dem jetzt erschienenen Kochbuch „Meine wunderbare Basenküche“– nach einem Pilates- und einem Fitnessratgeber für junge Mütter ihr drittes Buch – hat sie ein Herzensprojekt verwirklicht. Denn sie möchte so vielen Menschen wie möglich ihre eigenen positiven Erfahrungen mit basischer Küche weitergeben.

„Sie schenkt uns körperliche Gesundheit, Vitalität und Energie, bessere Laune und ein besseres Bewusstsein für das, was uns guttut“, ist die Fitnesstrainerin überzeugt. Erst durch die Ernährungsumstellung habe sie zu sich selbst gefunden. Und ihr Gewicht halte sie seitdem ganz ohne Kalorienzählen.

Gesund schmeckt nicht?

„Leider hält sich das hartnäckige Vorurteil, dass gesunde Küche nicht schmeckt“, bedauert die 44-Jährige. „Und viele Leute denken, sich basisch zu ernähren, bedeutet, immer nur Kartoffelsuppe zu essen.“ Dabei komme es nur auf das richtige Verhältnis an zwischen Lebensmitteln, die basisch verstoffwechselt werden, und denen, die im Körper Säuren bilden. In die erste Gruppe gehören vor allem Gemüse, Salat, Kräuter und Obst, in die zweite tierische Produkte und verarbeitete Lebensmittel.

Weglassen müsse man nichts, betont die Autorin. Jedoch sollten die Säurebildner nicht mehr als 20 Prozent der täglichen Nahrungsmenge ausmachen. Das dürften dann auch mal Chips oder ein Stück Torte sein. Am Samstag konnte man mit Monica Meier-Ivancan zu dem Thema ins Gespräch kommen. Sie signierte in der Germeringer Buchhandlung Lesezeichen ihr Buch.

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