Großeinsatz vor der City Galerie: Was für zufällig vorbeikommende Passanten ernst aussah, war in Wirklichkeit eine Übung kurz vor dem Abbruch des Gebäudes. Der soll in dieser Woche beginnen. Die Gabriele-Münter-Straße ist deswegen ab sofort einseitig gesperrt.	fotos: Feuerwehr
+
Großeinsatz vor der City Galerie: Was für zufällig vorbeikommende Passanten ernst aussah, war in Wirklichkeit eine Übung kurz vor dem Abbruch des Gebäudes. Der soll in dieser Woche beginnen. Die Gabriele-Münter-Straße ist deswegen ab sofort einseitig gesperrt.

Feuerwehr

Explosion in der City Galerie war nur fingiert

  • Klaus Greif
    VonKlaus Greif
    schließen

Kurz vor dem Abriss der City Galerie hat die Freiwillige Feuerwehr Germering die Möglichkeit bekommen, in dem Gebäude zu üben.

Germering – In dem fiktiven Szenario kam es bei Bauarbeiten im dritten Stock, dem ehemaligen Spielwarengeschäft, zu einer Verpuffung mit Brand und starker Rauchentwicklung. Mehrere Arbeiter, gespielt von vier Mitgliedern der Jugendfeuerwehr und zwei Puppen, galten als vermisst. Davon wussten die Einsatzkräfte zu Anfang allerdings nichts, wie Feuerwehrsprecher Christian Haugg berichtet.

Der von der Übungsleitung ausgegebene Alarm ging lediglich auf eine ausgelöste Brandmeldeanlage (BMA) aus – für die Feuerwehr in der Regel ein Routineeinsatz, der sich fast immer als Fehlalarm herausstellt. Der Gruppenführer des ersten Löschfahrzeugs erkundete deswegen mit seinem Trupp zunächst die Lage und gab seine Einschätzung weiter. Parallel dazu meldete sich ein eingeweihter Bauleiter, der mit seinen Arbeitern vor Ort den Abbruch des Gebäudes vorbereitet, und sprach von einem Knall. Mehrere seiner Leute seien vermisst.

Einsatzkräfte sondieren die Lage – dass es nur eine Übung ist, erfahren sie erst später. 

Die Feuerwehrkräfte reagierten entsprechend. Sie stellten zunächst die Wasserversorgung sicher, um einen Einsatz im Inneren zu ermöglichen. Außerdem bereiteten sie alles dafür vor, um zwei als verletzt gemeldete Personen aus dem zweiten Stockwerk über eine Drehleiter in Sicherheit zu bringen.

Um den Einsatz effektiv abwickeln zu können, war die Übung in vier Abschnitte eingeteilt worden: Menschenrettung, Brandbekämpfung, Wasserversorgung und Patiententransport. Im Außenbereich wurde die Drehleiter zur Sicherung des Rettungsweges für die Atemschutzgeräteträger in Stellung gebracht. Im Gebäude kamen insgesamt fünf Trupps unter schwerem Atemschutz zum Einsatz. Diese retteten die restlichen vier Patienten sowie einen verunglückten Atemschutztrupp – auch dieses Szenario war natürlich nur fiktiv. Nach etwa 45 Minuten war die Übung beendet. Aus Sicht von Christian Haugg verlief sie insgesamt sehr gut.

Auch interessant: City-Galerie wird abgerissen und neu gebaut

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare