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Geschafft: 83 Absolventen der neuen FOS Germering haben ihre Abiturzeugnisse erhalten. 

Feier in Germering

Der erste FOS-Jahrgang hat’s geschafft

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Der erste Jahrgang der vor zwei Jahren gegründeten Fachoberschule (FOS) Germering hat seine Abiturzeugnisse erhalten. Bei einer Abschlussfeier in der Aula des Carl-Spitzweg-Gymnasiums (CSG) sprach Direktor Holger Wirth von einem Meilenstein für Schule und Schüler.

Germering – Vor zwei Jahren ist die FOS mit den Ausbildungsrichtungen Sozialwesen sowie Wirtschaft und Verwaltung in einen zunächst als Provisorium gedachten Pavillon-Anbau des CSG eingezogen. Ein Jahr später wurde eine zusätzliche zweistöckige Containeranlage an der Alfons-Baumann-Straße neben dem Sportplatz der Realschule eingeweiht. Einen eigenen Raum zum Feiern hat die Schule derzeit nicht – und wird sie wohl auch in absehbarer Zeit nicht bekommen.

Landrat Thomas Karmasin sprach bei der Feier davon, dass sich die Anmeldezahlen nicht so entwickelt hätten wie gedacht. Die Neubaupläne sind deswegen auch vor Kurzem in der Sitzung des Kreis-Kultur-Ausschusses auf die lange Bank geschoben worden. Zur Entwicklung der Germeringer FOS meinte er aber dennoch: „Wir sind alle ein bisschen stolz.“ Die erste Abschlussfeier sei ein Art Richtfest: „Jetzt geht’s erst richtig los.“

Schüler mussten die ersten Erfahrungen in der Berufswelt meistern

Schulleiter Holger Wirth erinnerte in seiner Rede daran, dass die Zeit an der FOS mit zwei Jahren meistens kurz sei – vom jetzigen Jahrgang nutzen 20 der 83 Absolventen die Möglichkeit, das 13. Schuljahr anzuhängen, um die allgemeine Hochschulreife zu erlangen. In den zwei Jahren müssten die FOS-Schüler allerhand bewältigen – inklusive des Berufs-Praktikums in der 11. Klasse. Ihn habe vor allem gefreut zu sehen, wie die Schüler hier ihre ersten Erfahrungen in der Berufswelt bewältigt haben. Er hoffe jedenfalls, dass die Schule die jungen Menschen gut auf ihren künftigen Weg vorbereitet habe.

Holger Wirth thematisierte auch die aktuelle gesamtgesellschaftliche Diskussion und meinte: „Vieles ist im Umbruch.“ Die Angst vor dem Klimawandel gehöre ebenso dazu wie anderes. „Um diese großen Fragen anzugehen, braucht es junge, qualifizierte und kritische Menschen wie euch“, sprach Wirth die Absolventen direkt an. Rückblickend auf das Demokratieprojekt, bei dem die FOS das Prämienprogrammdes Landkreises gewonnen hat, schloss Wirth: „Ich traue euch das zu.“

OB Andreas Haas lobte die großartige Schulfamilie

OB Andreas Haas sprach von einer großartigen Schulfamilie, die am Masurenweg entstanden sei. Die Stadt habe sich riesig gefreut, als die ersten Schüler in die neue FOS eingezogen seien. Die Tatsache, dass er jetzt auch im Namen der Bürgermeister der Kommunen, aus denen die Schüler kommen, gratulieren dürfe, mache ihn stolz. Er gab den Absolventen noch auf den Weg, das Träumen nicht zu verlernen: „Träumen Sie von einer reichen und friedlichen Welt.“

Die Vorsitzende des Elternbeirats, Petra Glück-Fritzmann, bekannte, dass sie vor zwei Jahren ihre Tochter an der FOS in Fürstenfeldbruck habe anmelden wollen. Sie seien damals gefragt worden, ob sie nicht nach Germering wollten, und hätten zugesagt, weil es näher am Wohnort liegt. Ihr Fazit nach den zwei FOS-Jahren war eindeutig: „Wir haben es nicht bereut.“

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Diese positive Einschätzung konnte man auch der Abitur-Rede von Schülerin Hellei Miazadah entnehmen. Die zwei Jahre an der FOS seien die coolsten und spannendsten ihres bisherigen Lebens gewesen. Ein besonderes Lob stattete sie den Eltern der Absolventen ab, die viel zu deren Erfolg beigetragen hätten: „Ihr habt einen großartigen Job gemacht.“

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