Gruppenbild mit Löschfahrzeugen: Die Feuerwehr Unterpfaffenhofen und die Vertreter der Stadt freuen sich über die Erweiterung des Fuhrparks. 
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Gruppenbild mit Löschfahrzeugen: Die Feuerwehr Unterpfaffenhofen und die Vertreter der Stadt freuen sich über die Erweiterung des Fuhrparks. 

Unterpfaffenhofen

Feuerwehr kann jetzt noch besser helfen

  • Klaus Greif
    VonKlaus Greif
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Die Feuerwehr Unterpfaffenhofen hat zwei neue Hilfeleistungs-Löschfahrzeuge (HLF), so die offizielle Bezeichnung, in Dienst genommen. Die jeweils rund 400 000 Euro teuren Wagen ersetzen ein in die Jahre gekommenes HLF sowie ein Löschgruppen-Fahrzeug, das schon vor vier Jahren aussortiert werden musste.

Germering – Zu normalen Zeiten wäre die Vorstellung und Inbetriebnahme der zwei neuen Fahrzeuge Anlass für eine kleine Feier. Noch vor einer Woche war dies auch geplant. Aber die explodierenden Covid-Zahlen haben diese Pläne der Freiwilligen Feuerwehr Unterpfaffenhofen zunichte gemacht: „Das ist zurzeit einfach nicht möglich“, erklärte Thomas Schlierf gleich zu Beginn. Neben Zweiter Bürgermeisterin Manuela Kreuzmair, Feuerwehrreferent Rudolf Widmann, Oliver Simon (CSU), Agnes Dürr (Grüne) und Franz Hörmannsdorfer (FW) war noch der stellvertretende Rechtsamtsleiter Jochen Franz der Einladung gefolgt.

Kommandant Christian Ruder bedankte sich bei der Stadt, die neben dem Freistaat den größten Teil der Finanzierung übernommen hat. Bürgermeisterin Kreuzmair gab den Dank an die Retter zurück, die Jahr für Jahr zu rund 250 Einsätzen ausrücken. Mit einem „Allseits gute Fahrt“ übergab sie die Feuerwehrautos offiziell ihrer Bestimmung.

Wahnsinn, was hier alles Platz hat: Kommandant Christian Ruder erklärt Zweiter Bürgermeisterin Manuela Kreuzmair das Innenleben der neuen Fahrzeuge. fotos: Peter Weber

Feuerwehrreferent Rudolf Widmann bekannte, dass er die Neuzugänge im Fuhrpark schon vorab begutachtet habe. Er wisse deswegen auch, dass die Feuerwehr Garmisch-Partenkirchen sich bei ihren Kollegen näher über das ausgeklügelte Innenleben der Fahrzeuge erkundigt haben. Denn offensichtlich haben die Unterpfaffenhofener Retter bei der Bestückung der Spezial-Lkws mehr Dinge untergebracht, als gemeinhin für möglich geachtet wird. Gerätewart Maximilian Maurer, der maßgeblich daran beteiligt war, bestätigte das: „Wir haben halt so lange rumgetüftelt, bis endlich alles Platz fand, was wir uns vorstellten.“

Bei der detaillierten Vorführung der beiden Fahrzeuge erklärte Maurer, dass eines der Fahrzeuge vor allem auf technische Hilfe ausgelegt ist, während das zweite vor allem bei Brandeinsätzen ausrücken soll. Dass es dafür sehr gut ausgerüstet ist, vermittelte eine kurze Demonstration: Binnen weniger Minuten war ein Wasserwerfer auf dem Dach des HLF installiert und schoss eine bis zu 50 Meter reichende Fontäne aus. Gespeist wird das Gerät aus einem integrierten Tank, der 2500 Liter Löschwasser fasst.

Beide Feuerwehrautos sind mit neuester Technik wie LED-Scheinwerfern, Digitalfunk und Gasmessgeräten ausgestattet. Die Ausrüstung zur Absicherung von Unfallstellen, Absturzsicherung und dem standardisierten Löschaufbau ist auf beiden Fahrzeugen vorhanden. Viele Details sorgen zudem für mehr Sicherheit im Einsatzdienst und ermöglichen es, in jeder Situation schnell Hilfe leisten zu können.

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