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Das traditionelle Seifenkistenrennen am Germeringer See scheint gerettet: Die Jugendfeuerwehr wird es künftig durchführen.

Sommerferienprogramm

Feuerwehr rettet Seifenkistenrennen

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Germering - Das Seifenkistenrennen, das wie jedes Jahr krönender Schlusspunkt des Ferienprogrammes hätte sein sollen, stand kurz vor dem Aus. Doch jetzt naht Rettung.

Organisator Nils Sievers ist beruflich zu stark eingebunden. Nun will die Jugendfeuerwehr Unterpfaffenhofen übernehmen.

Das 33. Seifenkistenrennen am Germeringer See wird im Ferienprogrammheft „Holidix“ für den 11. September angekündigt. Kurz vor Ende des Schuljahres hat die Stadt auf ihrer Homepage im Internet mitgeteilt: Das Rennen fällt aus. Unter anderem, so Karin Weber vom städtischen Jugendamt, weil Nils Sievers mittlerweile zu wenig Zeit für die Organisation hat.

Die Absage war wohl etwas voreilig: Gestern hat sich die Jugendfeuerwehr Unterpfaffenhofen bei Karin Weber gemeldet: Sie würde das Rennen wie geplant durchführen.

Nils Sievers kümmert sich seit über zehn Jahren ehrenamtlich um die Organisation des Rennens, steht im Vorfeld mit Tipps zum Bau der Rennkisten zur Verfügung und ist auch am Renntag selbst federführend an Ort und Stelle: Er moderiert, kümmert sich um Ablauf und Zeitmessung und sorgt auch dafür, dass bei der Siegerehrung jeder den richtigen Pokal erhält.

Dass das Rennen in diesem Jahr vor dem Aus stand, erklärt Sievers auch mit einem Sicherheitsproblem: Bislang habe ein Germeringer Landwirt zur Absicherung der Rennstrecke immer gebundene Strohballen zur Verfügung gestellt. Jetzt sei die Maschine, die der Bauer dafür immer verwendet hat, nicht mehr in Betrieb. Die neue Maschine könne Ballen in der notwendigen handlichen Größe nicht mehr herstellen.

Hinzu kommt laut Sievers, dass er beruflich verstärkt außerhalb von Germering im Einsatz ist und auch in den Ferien weniger Zeit als früher hat. Er hoffe aber, dass es im nächsten Jahr irgendwie eine Neuauflage geben kann.

Karin Weber, die im städtischen Jugendamt mit der Durchführung des Ferienprogramms beschäftigt ist, hofft auch auf eine Fortsetzung des Seifenkistenrennens. Sie und ihre Kolleginnen haben schon angefragt, ob möglicherweise der Abenteuerspielplatz (ASP) das Rennen mitübernehmen könne. Das ASP-Team sehe sich aber auch wegen des eigenen umfangreichen Angebotes im Ferienprogramm außerstande, das noch mitzumachen.

Bis vorgestern ging Weber deswegen noch davon aus, dass das Rennen abgesagt werden muss. Dann kam der Anruf der Feuerwehr. Es müssten zwar noch einige Probleme gelöst werden, so Weber. Aber am Donnerstag werde man bei einem Gespräch wohl alles klar machen. Die Feuerwehr sei sich sicher, dass die Zeit bis zum 11. September reicht, um die Durchführung zu gewährleisten.

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