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Germering im Wandel der Zeit: Renate und Dieter Müller (r.) haben mit dem Fototreff die Ausstellung zusammengestellt, die OB Andreas Haas am Montag im Rathaus eröffnete. 

25 Jahre Stadt

230 Fotos zeigen das alte und neue Germering

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Germering – Als Renate und Dieter Müller vom Germeringer Fototreff vor zwei Jahren im Rathaus mit der Idee vorstellig wurden, zum 25. Stadtgeburtstag eine Fotoausstellung mit dem Thema „Germering im Wandel der Zeit“ zusammenzustellen, war OB Andreas Haas noch skeptisch.

Baulich habe sich in den Jahren seit 1991 ja wenig geändert, meinte Haas am Montagabend bei der Eröffnung eben dieser Ausstellung. Baudenkmäler habe die Stadt eher wenig, die einzig wirklich alten Gebäude, die beiden Dorfkirchen, stammten aus einer Zeit, wo es noch nicht einmal eine Großgemeinde Germering gegeben habe. Er habe sich aber eines Besseren belehren lassen und müsse jetzt feststellen: „Hier ist eine vielschichtige Ausstellung zustande gekommen, die einen mit einem nachhaltigen Eindruck wieder nach Hause gehgen lässt.“

Diesen Eindruck kann man nur bestätigen. Gezeigt werden nicht nur historische und aktuelle Fotos, die sich mit der Stadterhebung und dem Wandel in den vergangenen 25 Jahren beschäftigen. Die Mitglieder des Fototreffs haben auf insgesamt 31 thematisch gegliederten Tafeln 230 Fotos von 14 Fotografenzusammengestellt, die historisch einen weit größeren Rahmen als die vergangenen 25 Jahre abdecken. Die Stadterhebung selbst ist zwar gleich visuell nachzuerleben, wenn man das Foyer des Rathauses betritt: Eine der ersten Tafeln zeigt auch ein Bild mit dem damaligen Innenmnister Edmund Stoiber, der in einer Kutsche mit dem verstorbenen Alt-OB zum Festakt in die Kirchenschule fährt.

Wenige Stellflächen weiter kann man dann aber schon ins Germering und Unterpfaffenhofen der 1970er-Jahre eintauchen – damals waren die Gemeinden noch eigenständig. Fotos vom noch bis 1991 existierenden beschrankten Bahnübergang im heutigen Zentrum und vom Beginn der Bauarbeiten der Spange lassen erahnen, wie es hier früher einmal ausgesehen hat. In der Ausstellung werden zudem noch einmal Fotos von der Entstehung des Germeringer Sees gezeigt. Sie waren teilweise auch bei der Ausstellung „30 Jahre Biotope am Parsberg im Vorjahr zu sehen.

Zwei große Stellwände an der hinteren Wand ds Foyers zeigen dann einen richtigen Schatz in Form von rund 90 postkartengroßen Bildern: Fototreff-Mitglied Werner Eißfeldt ist in den Besitz von historischen Aufnahmen mit Ortsmotiven des 1970 verstorbenen Georg Walch gekommen. Er hat diese digitalisiert und jedes Mal, wenn sich am Ort der Fotos etwas änderte, die Aufnahmen noch einmal gemacht. 

Öffnungszeit

Die Ausstellung „Germering im Wandel der Zeit“ ist bis zum Freitag, 3. Juni, zu sehen. Am selben Tag beginnt vor der Stadthalle das dreitägige Stadtfest.

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