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In Kürze öffnet das Freibad wieder. Dann gilt schon die neue Hausordnung, die auch das Rauchen von E-Zigaretten einschränkt.

Freibad: E-Zigaretten am Beckenrand verboten

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Kurz vor dem Start der Freibad-Saison hat der Werkausschuss eine neue Haus- und Badeordnung beschlossen. Wichtigste Änderung: Ab sofort sind im Freibad auch E-Zigaretten nur noch auf der großen Liegewiese und im Gastro-Außenbereich erlaubt.

Germering – Am Samstag, 12. Mai, wird das Freibad nach der Winterpause wieder seine Pforten öffnen. Vor allem Raucher müssen sich dann auf eine noch restriktivere Vorgabe einstellen. E-Zigaretten werden dann wie normale Glimmstängel angesehen.

Auf den gepflasterten Bereiche rund um die Becken sowie im Kleinkinderbereich und in allen innen liegenden Zonen des Bades ist Rauchen und Dampfen – so nennen das die Benutzer von E-Zigaretten – verboten. Im Hallenbad gilt das Rauchverbot mit Ausnahme des Außenbereiches generell.

Die Ausweitung der geltenden Regeln für Raucher hat im Ausschuss zwar für weniger Diskussionen gesorgt als bei der Einführung vor fünf Jahren. Damals scheiterte der Ex-Stadtrat der Grünen, Dieter Belschner, mit seinem Antrag, im Freibad generell das Rauchen zu verbieten. Eine kurze Debatte gab es aber auch jetzt.

Eike Höppner (SPD) gab zu bedenken, dass im Kleinkinderbereich des Freibads geraucht werde, obwohl es dort verboten sei. Das höre sie immer wieder von Eltern. Es würde sie deswegen interessieren, wie das Verbot durchgesetzt werde.

Bäderleiter Gert Felder bestätigte, dass es immer wieder Besucher gebe, die es nicht lassen könnten und auch im verbotenen Beriech rauchen. „Wir weisen sie immer wieder darauf hin. Es gibt aber oft Uneinsichtigkeit.“

Ebenso schlimm empfand Höppner den Umstand, dass auf der Liegewiese auch im Kleinkinderbereich achtlos Zigarettenkippen weggeworfen werden. Wenn Kinder diese in den Mund nehmen, könnte es gefährlich werden. So etwas sei auch im Spielplatzbereich zu beobachten, ergänzte Paul Wunderl. Felder berichtet, dass das Personal angewiesen werde, Kippen auf der Liegewiese zu entsorgen. Eike Höppner erinnerte dennoch an frühere Überlegungen, an die Besucher Leih-Aschenbecher auszugeben. Das habe man zwar diskutiert, so Felder, aber nie umgesetzt.

Neu geregelt in der Haus- und Badeordnung sind zudem noch folgende Punkte: Das Alter für Kinder, die ohne Begleitperson die Bäder besuchen dürfen, wurde von sechs auf sieben Jahre erhöht. In den Umkleide- und Duschbereich der Männer dürfen entsprechend nur Mädchen bis zum Alter von sieben Jahren mitgenommen werden. Entsprechendes gilt für Buben im Frauenbereich.

Burkini im Freibad erlaubt

Ein neuer Passus in der Badeordnung betrifft das Tragen geeigneter Bekleidung. Die Stadt richtet sich hier an eine Definition der Deutschen Gesellschaft für Badewesen, die auch auf die Einführung von so genannten Burkinis reagiert hat. Dieser zählt mittlerweile zur Kategorie „übliche Badebekleidung“. Burkinis müssen allerdings wie Bikinis, Badehosen und -anzüge aus nichtsaugenden Materialien bestehen. In der Regel sind dies Kunstfasern, die zu 85 Prozent aus Polyamid und zu 15 Prozent aus Elastahn bestehen. Wenn man unter diesen Materialien noch Unterwäsche trägt, muss man das Becken wieder verlassen: „Das entspricht nicht den Hygienevorschriften und ist verboten“, heißt es in der Badeordnung

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