Ins Freibadrestaurant Schmelzers hat’s reingeregnet. Jetzt wird das Dach der Gaststätte und des daneben stehenden Wohnhauses erneuert. foto: Weber

"Wir müssen handeln"

Freibad-Gaststätte braucht neues Dach

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Germering - Das Flachdach der Gaststätte des Freibads ist undicht und muss dringend saniert werden. Die Erneuerung soll so schnell wie möglich passieren, um weitere Schäden zu verhindern.

Stadtwerkechef Roland Schmid brachte es im Werkausschuss auf den Punkt: „Wir müssen handeln.“ Vor einigen Wochen sei zum ersten Mal ein Wasserschaden im Schmelzers, der Gaststätte von Freibad und Eisstadion, entstanden. Trotz einer Notreparatur habe es am vergangenen Wochenende schon wieder reingeregnet. Jetzt müsse man schnell handeln, ehe noch mehr passiere.

Ein Sachverständiger, den man nach dem ersten Schaden hinzugezogen hat, habe eine Erneuerung nicht nur des Daches über der Gaststätte sondern auch des benachbarten Wohnhauses empfohlen: Beide sind 40 Jahre alt und haben die übliche Lebensdauer erreicht.

Normalerweise würden die Stadtwerke die Dach-Erneuerung ausschreiben, meinte Schmid weiter. Das würde aber möglicherweise zu lange dauern. Zudem sei die Marktlage im Moment so, dass in Frage kommende Unternehmen ausgelastet seien. Man habe mit Mühe noch eine Firma gefunden, die das Dach zeitnah erneuern könnte. Deren Kostenschätzung liegt bei insgesamt rund 135 000 Euro: 95 000 Euro kostet das Gaststättendach, 40 000 Euro das des Wohntraktes. Die Stadtwerke werden aber noch einen Experten prüfen lassen, ob diese Preise realistisch seien, erklärte Schmid weiter. Notfalls müsse die Maßnahme dann per dringlicher Anordnung des Bürgermeisters in die Wege geleitet werden. Es ist nämlich nicht sicher, ob vor der Vergabe noch ein Ausschuss darüber entscheiden kann.

CSU-Stadtrat Paul Wunderl möchte prüfen lassen, ob das neue Dach mit einer leichten Neigung gebaut werden kann. So könnte man künftig sicher stellen, dass Regenwasser sofort abläuft.

Sein Fraktionskollege Eduard Sammiller wollte sogar noch weiter gehen. Es sollte seiner Meinung nach untersucht werden, ob statt eines Flachdaches nicht ein normales mit Dachstuhl gebaut werden kann. Hadi Roidl (Grüne) unterstützte Sammillers Forderung. Sie erhielten allerdings sofortigen Widerspruch von Wunderl: Ein normales Ziegeldach sei zu schwer, das würde die Statik des Gebäudes nicht aushalten. Eleonore Cröniger (CSU) befürchtete in diesem Falle sogar eine nicht zulässige Veränderung der Architektur des gesamten Ensembles.

OB Andreas Haas (CSU) warnte ebenfalls davor, in diese Richtung weiter zu denken. Bei einer Dachstuhlkonstruktion müsse man wahrscheinlich sogar einen Bauantrag stellen.

Um die Flachdach-Skeptiker unter den Stadträten zu beruhigen, präsentierte Werkleiter Schmid noch eine Schadensstatistik. In den 40 Jahren seit dem Bau des Gebäudes hat es insgesamt drei mal ein Problem gegeben – inklusive der zwei Vorfälle der vergangenen Wochen.

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